Archiv für die Kategorie ‘Mode’

Auf Wiedersehen im E-Commerce!

Sonntag, 28. August 2011

Mit diesem Posting verabschiedet sich das dbu-Team und sein e-Commerce-Blog von Ihnen, liebe Leser! Wir blicken zurück auf anderthalb Jahre spannender Auseinandersetzung mit Themen rund um Online-Handel, Multichannel und Social Media Marketing. Wir haben uns über Ihre Feedbacks (sei es als Kommentar, per E‑Mail oder im persönlichen Gespräch) und den Dialog mit Ihnen immer sehr gefreut. Deshalb ist uns die Entscheidung, nach der Sommerpause nicht wieder mit regelmäßigen Artikeln ins Bloggen einzusteigen, auch nicht leicht gefallen. Strategische Veränderungen führen manchmal dazu, auch unliebsame Entscheidungen treffen zu müssen.

Dennoch hoffen wir sehr, Sie an anderer Stelle wiederzutreffen. Die (virtuelle) Welt ist ein Dorf und auch das Thema E-Commerce wird uns sicher weiter beschäftigen. Bis dahin stöbern Sie doch noch einmal durch über 100 Fachbeiträge in 2010 und 2011 und verschaffen sich einen Überblick in Sachen “Exzellenz in Kundenorientierung” á la dbu:

Blogserie zur Kundenwertsteuerung

Blogserie „Tante Emma im Einzelhandel“

Blogserie „Definition Multichannel“

Blogserie „Online-Shop des Monats“

Datenschutznovelle – ein Drama in 3 Akten

Interviews mit Shop-Betreibern & e-Commerce Fachleuten

Weitere beliebte Artikel aus dem dbu e-Commerce Blog aus 2010

Weitere beliebte Artikel aus dem dbu e-Commerce Blog aus 2011

Auf Wiedersehen im Netz und in der bunten Welt des Online-Handels,
Ihr Ralf Ziebula & Team der dbu Unternehmensberatung, Karlsruhe

 


Shop des Monats (April 2011): 7trends

Mittwoch, 27. April 2011

Gerade im Frühjahr haben die meisten von uns Lust auf etwas Neues: Ob es neue Gartenmöbel, frische Pflanzen für die Wohnung oder die Terrasse oder einfach ein neuer Look für sich selbst ist. Dazu gehört natürlich auch neue Kleidung, in der wir jetzt durch die Stadt oder den Park spazieren möchten und so topp gestylt noch lieber im Straßencafé sitzen und einen Latte Macchiato trinken. Wer schon immer mal wie ein Star gekleidet sein wollte, dem sei der Online-Shop 7trends.de empfohlen. Hier lassen sich die Kleidungsstücke und Accessoires shoppen, die Sie wirklich zusammentragen können – genau so wie es die internationalen Stars vormachen! Im Shop gibt es passende Vorschläge für viele Looks, so fällt das Zusammenstellen der passenden Kleidung selbst denjenigen leicht, die vielleicht ansonsten kein Händchen für einen modernen Look haben.

7trends – der Online-Shop mit eigener Moderedaktion

Das besondere am Online-Shop 7trends ist, dass dahinter modebegeisterte Redakteure stehen, die laufend neue Anregungen und Tipps zu den aktuellsten Trends in der Modewelt geben. Sie sind für die Kunden ständig auf der Suche nach neuen Styles und lassen sich durch die internationalen Fashionshows auf der ganzen Welt inspirieren. So ein trendorientierter Online-Shop kann nur funktionieren, wenn die Menschen, die im Hintergrund arbeiten, absolutes Herzblut in ihre Arbeit stecken und so den Besuchern der Website täglich ein einzigartiges Modeerlebnis bieten. Wenn dann auch noch die Umsetzung so einen Spaß macht, wie mit dem virtuellen Fashion-Magazin zum Blättern, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Den modeinteressierten Käufer erwartet bei 7trends eine tolle Auswahl an verschiedenen hochwertigen Marken, die selbstverständlich übersichtlich angeordnet sind und jeden zu seinem Wunschprodukt führen. Haben Sie ein Kleidungsstück in die engere Wahl genommen und lassen sich die Details anzeigen, sind auf der Seite gleich die passenden Vorschläge an weiterer Kleidung oder Accessoires, um den gewünschten Look zu vervollständigen. Gerade die einfache und leicht zu bedienende Zoom-Funktion sticht heraus. Zusätzlich gibt es eine praktische Suchfunktion, die die Orientierung im Shop wesentlich erleichtert. Ein Moderedakteur gibt auch gleich Styling-Tipps für das ausgewählte Produkt; selbstverständlich können Sie auch auf den ersten Blick den Preis für die anderen Produkte sehen und so selbst entscheiden, ob die vorgeschlagenen Waren für Sie interessant sind. Die jeweilige Artikelbeschreibung ist sinnvoll und auch die Pflege- und Detailbeschreibung des Artikels enthält wichtige Informationen.

Die Lieferung innerhalb von Deutschland ist kostenlos; lediglich bei der Zahlungsart „auf Rechnung“ entstehen 3,95 Euro Liefer- und Bearbeitungskosten – eine Summe, die aber durchaus im Rahmen der üblichen Lieferkosten liegt. Die Rücksendungen von Waren sind – ganz unabhängig von der Zahlungsart – immer kostenfrei. Beratung und Support erfährt der Kunde am Telefon oder per E-Mail schnell und unkompliziert. Auf der Webseite lässt sich jederzeit der aktuelle Stand der Bestellung einsehen und die Versandinformationen über einen vorgesehenen Versandstatus beim Logistikpartner DHL einholen.

In dem speziellen Bereich „Fashion Guide“ stellt das 7trends einen umfangreichen Informationsservice rund um das Thema Mode bereit. Schnelle, kurze Infos über aktuelle Trends, eine Erklärung zu bestimmten Fachbegriffen sowie interessante geschichtliche Hintergründe und Unterschiede bei verschiedenen Materialien oder Schnitten vermitteln den Kunden die Kompetenz des Modeteams. Die Berater geben Styling-Tipps und zeigen einige Modelle der jeweiligen Trends mit weiteren Kombinationsmöglichkeiten auf.

Die Spezialisten für angesagte Looks

Der Online-Shop von 7trends.de bietet – neben einem großen Angebot an Modeartikeln und Accessoires sowie Schuhen und Schmuck – soviel nützliche Informationen, dass der modebegeisterte Kunde stundenlang verweilen kann und so mit Sicherheit seine Modefavoriten findet. Die Lieferung der bestellten Waren erfolgt in der Regel innerhalb von zwei bis drei Werktagen; jeder Kunde kann von einem 14-tägigen Umtausch- oder Rückgaberecht Gebrauch machen.

Das junge Berliner Unternehmen setzt so ganz auf den modernen Zeitgeist einer Internet affinen Zielgruppe. Immer die neuesten Trends und Styles und ein Angebot, welches ständig aktualisiert ist und so genau die Produkte bietet, die der modebewusste Kunde erwartet. Die Gründungsväter des Shops, Geschäftsführer Jochen Heemann und der Geschäftsführer Sebastian Sieglerschmidt, verfolgen mit 7trends das Ziel, den Kunden die Möglichkeit zu bieten, sich täglich aufs Neue in jeder Situation in einem schönen stylishen Outfit zu präsentieren. Ganz egal, ob es der professionelle Business Look sein soll oder der Glamorous Style für eine lange Partynacht.

In der Rubrik „Shop by Look“ steht den Kunden ein besonderer Service zur Verfügung, indem ihnen komplette Outfits in verschiedenen Rubriken präsentiert werden: Look nach Anlass ob für den (Büro-) Alltag oder für besondere Gelegenheiten, Looks nach Stilrichtung von modern bis klassisch und sportlich, sowie Mitarbeiter-Looks: Hier haben die 7trends-Mitarbeiter je 9 bis 16 verschiedene persönliche Outfits zusammengestellt. Auf der ersten Seite wird wöchentlich wechselnd der „Look of the Week“ präsentiert. Einziges Manko aus Sicht der Männer ist vielleicht, dass in allen Rubriken nur Outfits für die Damenwelt präsentiert werden. Nur in der Rubrik „Mitarbeiter-Looks“ ist unter den 15 dort vorgestellten Looks das einzige männliche Model im 7trends-Team zu finden.

Neben der Präsentation verschiedener Styles und Kombinationsmöglichkeiten, werden hier geschickt die Mitarbeiter von 7trends mit eingebunden. So präsentiert sich der Shop mit den Menschen, die sonst nur im Hintergrund bleiben. Auf der Seite „Über uns“ werden zudem weitere Gesichter vorgestellt, die hinter den Shop-Kulissen die Fäden ziehen.

7trends setzt auf Multichannel-Marketing im Social Media Bereich

Bereits über 5.700 Personen gefällt 7trends auf Facebook und es werden täglich mehr! Das Unternehmen hat bereits erkannt, dass in Zeiten des Web 2.0 die Sichtbarkeit in den Sozialen Netzwerken wichtig ist und sich so auch neue Kunden generieren lassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass 7trends mit einer speziellen Anwendung dafür sorgt, dass die Kunden beim Shoppen sparen können: Wer einen Pinnwandeintrag postet, bekommt 5 Prozent vom Rechnungsbetrag abgezogen. So wird die virale Mundpropaganda noch attraktiver.

Auch bei Twitter sind die Administratoren damit beschäftigt, die über 3.600 Follower mit neuen Informationen, nützlichen Details und tollen Angeboten zu versorgen. Im eigenen Blog The Tailor informiert 7trends die Benutzer ebenfalls über Neuheiten und andere interessante Themen aus der Modewelt. Außerdem lassen sich über den Blog breitgefächert neue Kontakte aufbauen, die sich auch zu Kunden generieren lassen.

Den Betreibern des Online-Shops ist wichtig, dass ihre Mode bezahlbar bleibt und die Kunden Spaß am Einkaufen haben. Deshalb wollten sie einen Verkaufskanal aufziehen, in dem beide Komponenten miteinander verbunden sind: Eine hochwertige Präsentation, die dem Kunden einen echten Mehrwert bietet sowie angesagte Mode von Markenherstellern, die trotzdem erschwinglich ist. Dafür dass 7trends erst seit Weihnachten 2008 online ist, haben die Gründer schon viel erreicht – natürlich auch im Sinne der optimalen Kundenorientierung.

 


Shop des Monats (März 2011): engelhorn

Dienstag, 15. März 2011

Die ersten schönen Tage im neuen Jahr ziehen uns wieder in die Natur hinaus, ob ein Spaziergang an der frischen Luft oder der Jogginglauf im Park – der März macht wieder Lust auf Bewegung im Freien! Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Monat in unserer Reihe „Shop des Monats“ die Website des Modeunternehmens engelhorn aus Mannheim vorstellen. Das Unternehmen des Textil- und Sporteinzelhandels ist eine der bekanntesten Adressen in der Rhein-Neckar-Region, nicht nur in Sachen Sportfashion und Sportartikel.

engelhorn -- in Mode ganz groß

Das Modehaus engelhorn verbindet die lange Tradition des Textileinzelhandels mit einer Modernität, die den Nerv der Zeit genau zu treffen scheint. Modeliebhaber finden im Kaufhaus engelhorn Mode im Quadrat genau die Designermode, die im Trend liegt. Ein breites Markenspektrum bietet den Modeverwöhnten die verschiedensten Labels zur Auswahl. Ob Casual-Style oder Mode der Luxusklasse – hier kommen die modebewusste Dame und der sportbegeisterte Herr auf ihre Kosten. Ergänzt wird das Kaufhaus in Mannheim um ein Sporthaus, das Wäschehaus und ein jugendliches Trendhouse für Jeans- und Freizeitmode.

Im Rhein-Neckar-Zentrum im Viernheim hat engelhorn im Jahr 2002 die erste Sportgeschäft-Filiale außerhalb Mannheims als sogenannte „Active Town“ eröffnet. In den darauffolgenden Jahren kam eine Abteilung für Accessoires und Taschen hinzu, ein Tommy Hilfiger Store sowie der sagenhafte mehrstöckige Boss Store. In den obersten Stockwerken des Haupthauses bewirtet engelhorn seine Kunden seit 2006 im eigenen Restaurant Le Corange.

Der Online Shop www.engelhorn.de bietet ein breit gefächertes Angebot in Sachen Mode und Sport und das mit vielen bekannten Marken. Außerdem finden Interessierte auch reduzierte Schnäppchen aus den vorgenannten Bereichen, da lohnt es sich, einmal zu stöbern. Eine gute Übersicht der Navigation ist bereits durch die verschiedenen Farben für die einzelnen Bereiche des Online Shops gewährleistet; auch die wichtigsten Unterkategorien lassen sich so optimal zuordnen.

Die Darstellung der angebotenen Waren ist gut und der Kunde erfährt auch sofort, ob beispielsweise die von ihm gewünschte Jacke in seiner Größe vorrätig ist und wann sie geliefert wird. Der Versand ist übrigens generell kostenfrei, ebenso wie die Retour von Waren, die der Kunde doch nicht behalten möchte. Weiterhin fällt angenehm auf, dass bei engelhorn eine komfortable Zahlung per Rechnung möglich ist. Im engelhorn Online Shop gibt es keinen Mindestbestellwert, allerdings lassen sich erst Lieferungen ab einem Bestellwert von 25 Euro versandkostenfrei verschicken.

engelhorn mit eigenem Spot auch im TV

Im Online Shop können nun auch Kunden deutschlandweit die Welt des Modeunternehmens engelhorn mit rund 22.000 Artikeln kennenlernen und sich ganz einfach und bequem von zu Hause oder unterwegs über die neuesten Trends und Styles informieren und diese bestellen. Anfang Januar 2011 schaltete das inhabergeführte Modehaus erstmals bundesweit laufende TV-Spots. Der Anlass dafür war das 120-jährige Jubiläum des Familienunternehmens, welches durch diese Aktion bundesweit bekannter gemacht werden sollte. Die Agentur Serviceplan aus München entwickelte die Commercials, in deren Mittelpunkt der Online Shop von engelhorn steht.

Wie in einem Statement des Geschäftsführers Fabian Engelhorn zu lesen ist, soll der Vertrieb über die TV-Spots weiter forciert werden, um die Bekanntheit des Online-Shops zu erhöhen, der bereits seit 2006 im Netz zu finden ist.

engelhorn – ein tolles Einkaufserlebnis

Das Familienunternehmen engelhorn beschäftigt heute rund 1.200 Mitarbeiter und macht einen jährlichen Umsatz von über 150 Millionen. Euro. Das expandierende mittelständische Unternehmen strebt in diesem Jahr auch mit dem Online-Shop einen Umsatz in achtstelliger Größenordnung an. Sicherlich nicht ganz einfach, sind doch die großen Wettbewerber Globetrotter und Sportscheck harte Sparringspartner. Zurzeit kann engelhorn ungefähr 15.000 Pakete pro Tag im eigenen Logistikzentrum versenden; diese Leistung ließe sich bei Bedarf aber verdoppeln, so der Firmeninhaber. Im Moment stehen alle Zeichen auf grün für eine weitere virtuelle Expansion, denn die Kunden kaufen vermehrt online ihre Waren. Auch der Markt für Sport- und Outdoorbekleidung wächst seit Jahren kontinuierlich mit bis zu sieben Prozent. Wer da an vorderster Front mitmischen möchte, muss den technologischen Fortschritt künftig auch im Marketing nutzen. Deshalb setzen die Verantwortlichen von engelhorn beispielsweise auch auf verschiedene Online-Werbemittel wie Video-Ads oder eine Facebook-Fanseite, anstatt sich nur mit den klassischen Mailings zufrieden zu geben.

Wir dürfen gespannt sein, was uns in 2011 noch alles erwartet; auf jeden Fall werden sich die Werbeaktivitäten der Sporthändler im Netz verschärfen, sind doch Themen wie Social Commerce in den Fokus geraten und werden sicherlich noch weiter ausgebaut. Webshops sind mittlerweile in jeder Branche Pflicht – aber nur einen Shop im Netz zu haben, das reicht heute bei weitem nicht mehr aus!

Über engelhorn

Die Firma engelhorn wurde bereits 1890 vom Schneidermeister Adam Sturm und dem Kaufmann Georg Engelhorn in Mannheim gegründet. Das Geschäft produzierte und vertrieb damals Herren- und Knaben-Bekleidung. Heute ist engelhorn ein großes mittelständisches Unternehmen in der Rhein-Neckar-Metropolregion mit dem Stammhaus in Mannheim, das in der vierten Generation von Fabian Engelhorn geführt und nach wie vor erweitert wird. Bis 2014 soll auf ca. 18.000 m² ein luxuriöses Stadtquartier entstehen, das Handels-, Gastronomie- und Wellnessflächen sowie ein Hotel und Eigentumswohnungen umfassen soll.

 


E-Commerce 2011 – ASOS weckt Kauflust

Dienstag, 04. Januar 2011

Haben Sie etwas zu Weihnachten geschenkt bekommen, das Ihnen gar nicht gefallen hat? Konnten Sie die ruhige Zeit zwischen den Jahren nutzen, um Geschenke umzutauschen oder noch einige Schnäppchen nach dem Fest zu ergattern? Wir hoffen, Sie sind gut ins neue Jahr gekommen und wünschen Ihnen maximale Erfolge in 2011!

Den Auftaktartikel des neuen Jahres bestreiten wir mit einem Ausblick auf das Thema „E‑Commerce 2011“ und einige offene Fragen:

  • Was sind wohl die Aufreger und Aufhänger des Jahres?
  • Wie wird sich der Online-Handel weiterentwickeln?
  • Welche Fortschritte und technischen Neuerungen wird es geben?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen wir in 2011?

Die Emotionalisierung des E-Commerce

Es wäre vermessen, in einem einzigen Artikel die Antwort auf all diese Fragen geben zu wollen. Doch ein Thema, das wir als dbu für absolut Neujahrs-tauglich halten, wird die „Emotionalisierung des E-Commerce“ sein. Claudia Walter von BASLER Fashion hatte dies im Interview bei uns ebenfalls prophezeit: „(…) eine größere Emotionalisierung wird besonders im Modebereich eine wichtige Rolle spielen, um stärker eine Bedarfsweckung zu erreichen.“ Es wird in Zukunft nicht mehr nur darum gehen, Produkte einfach anzubieten, sondern durch ein tolles Einkaufserlebnis die Kauflust zu wecken.

Als Beispiel für einen Online-Shop, dem dies bereits heute ausgezeichnet gelingt, möchten wir Ihnen das Konzept von ASOS vorstellen, das mit seinem Auftritt seit Oktober 2010 auch in Deutschland vertreten ist. Das KonversionsKRAFT Blog titelte damals: „OMG – Ich muss kaufen!!!“, und brachte damit bereits die Sogwirkung des Modeshops auf den Punkt. Schließlich wurde das im Jahr 2000 in England gegründete Unternehmen immer schon als Beispiel für besonders innovative Kommunikation gehandelt. KonversionsKRAFT-Autorin Susanne Seibold schreibt:

„Neben einem eigenem Damen- und Herrenlabel bietet der Shop ein vielfältiges Spektrum an stylishen und angesagten Marken. Von bezahlbaren Einzelstücken bis hin zu angesagten Designer-Teilen widmet sich das Angebot von ASOS hauptsächlich und nach eigener Aussage an trendbewusste Menschen zwischen 16 und 34 Jahren. Die Reaktionen auf den Deutschlandstart können innerhalb der Zielgruppe kaum positiver sein. Alle Trendsetter und die, die es werden wollen können es kaum erwarten in der ‚größten Garderobe der Welt’ zu shoppen.“

Beim Versandhandelskongress 2007 habe ich einen Vortrag des ASOS-Chefs gehört. Nick Robertson sprach damals schon über den innovativen Ansatz der Kommuniktion: „An online fashion success. The story of ASOS and how it plans to stay one step ahead.“ Immer einen Schritt voraus zu sein, das ist nach wie vor das Ziel von ASOS.

Damals ging es darum, dass sich das Modelabel ein Magazin leistet, aus dem man gar nicht bestellen konnte. Die Fotografie war so kreativ, dass sich die einzelnen Produkte nicht mehr richtig erkennen ließen (Details gab es dann nur im Online-Shop). Wichtiger war, die eigene Marke zu inszenieren. Und damit ist ASOS wirklich aufgefallen unter den doch eher „quadratisch – praktisch – guten“ Mode-Versendern. Frischer Wind und neues Flair in der Branche, gleichzeitig Zukunftsmusik für die Versender, die sich immer noch ein wenig in der Schockstarre befanden, weil die Veränderungen der Online-Welt zu schnell für sie waren.

Typisch deutsche „Mode-Muffel“?

Ob diese Resistenz gegen schnelle Veränderungen vielleicht auch generell typisch für uns Deutsche ist? Über einen Kommentar bei KonversionsKRAFT sind wir noch auf eine weitere ASOS-Rezension gestoßen. Der Modeblog ist sich sicher, dass ASOS in Deutschland für viel Wirbeln sorgen wird. Gleichzeitig stellt David Riedmiller in Frage, ob sich das Konzept durchsetzen wird:

„ (…) nur das Konzept, Mode auf diese Art und Weise zu verkaufen, war nicht Deutschland-tauglich, weil die Presse hierzulande anders ist. Warten wir es ab.“

Abwarten und Tee trinken, das können die Engländer ja ohnehin gut. Wir glauben ebenfalls, dass es stark modische Konzepte in Deutschland (noch) eher schwer haben. Die deutsche Kundin ist doch wenig modemutig. Und trotzdem sind wir überzeugt, dass es ohne Emotionalisierung und Kauferlebnisse nicht gelingen wird, neue Märkte zu erschließen. Die Neckermanns und Ottos dieser Welt haben schon ein großes Stück vom Kuchen untereinander aufgeteilt. ASOS und andere Neulinge werden auf alle Fälle frischen Wind in die Branche bringen unter all den standardisierten Einheits-Angeboten. Wir sind gespannt, ob sich dies langfristig auch in Zahlen ausdrücken wird.

Was halten Sie von der neuen „Emotionalisierung im E-Commerce“? Ist dies in 2011 ein Thema für Sie? Welche weiteren Faktoren werden den Online-Handel 2011 ausmachen? Wir freuen uns, auch im neuen Jahr wieder miteinander ins Gespräch zu kommen!

 


Shop des Monats (Dezember 2010): LACOSTE

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Ganz Deutschland liegt bereits seit Anfang Dezember unter einer weißen Schneedecke – an Golf oder Tennis spielen im Freien ist im Moment nicht zu denken. Ein bisschen nostalgisch denke ich an letzte Weihnachten, das ich bei knapp 30° C im Schatten in Uruguay verbracht habe. Und an die nette Strandbar mit Meerblick und integriertem Lacoste-Shop… Dort ist das Lacoste-Polo übrigens das Standard-Weihnachtsgeschenk schlechthin, wie bei uns die berühmt-berüchtigte Krawatte. Deshalb habe ich spontan entschlossen, Ihnen im Dezember in unserer Serie „Shop des Monats“ die Website des Labels LACOSTE vorzustellen, die in diesem Jahr online gegangen ist.

Auf der Internetseite finden Fans der französischen Marke viele Informationen über sportive Mode, verschiedenste Accessoires, Heimtextilien, Lederwaren, Uhren, Brillen und die Parfumlinien von LACOSTE. Von dieser informativen Internetseite, die zudem einen riesigen Mehrwert rund um das Produkt und seinen Erfinder René LACOSTE bietet, kann der Käufer sich direkt auf den Shop weiterleiten lassen. Mit einem Klick befindet sich (nicht nur) der aktive Golf- und Tennisspieler direkt im Shoppingparadies für sportliche Mode. Neben den Kategorien Herren, Damen, Kinder, Polos, Schuhe und Accessoires gibt es auch noch die Spezial-Linien Sportwear, Club, LACOSTE! und Sport zu entdecken.

Sportive Mode und Accessoires in „Bestform“

Auf den jeweiligen Produktseiten sind die Produkte äußerst komfortabel dargestellt; mit der Zoom-Funktion lassen sich Details sogar noch besser anschauen. Schön übersichtlich gestaltet, erhält jeder Kunde auf der Produktseite den Überblick, was er über das Produkt wissen will. Der Shop ist sehr benutzerfreundlich und führt den Interessenten spielerisch durch das Angebot.

Besondere Service-Schmankerl für den Kunden sind eine kostenlose Standardlieferung, der Versand der bestellten Waren innerhalb von 48 Stunden, eine versandkostenfreie Retoure und der Kauf von Waren auf Rechnung.

Das LACOSTE Polo Shirt revolutionierte in den 1930er Jahren die bis dahin gängige Sportkleidung. Bereits 1927 hatte ein Freund von René Lacoste, der damals ein erfolgreicher und berühmter Tennisspieler war, das Logo mit dem Krokodil für ihn entworfen, welches seine Sportkleidung von nun an verzierte. 1933 begann Lacoste die von ihm entworfenen Sporthemden für Tennisspieler zu vermarkten. Dafür gründete er mit Andre Gillier, der damals der Eigentümer und Geschäftsführer eines großen französischen Strickwarenherstellers war, das Unternehmen LACOSTE. Heute weiß nahezu jedes Kind, dass auf ein stylisches Polohemd auch ein Krokodil gehört!

Vom Sportler zum Erfinder zum Modeimperium

René Lacoste entwickelte aber nicht nur das weltberühmte Polohemd sondern befasste sich Anfang der 1960er Jahre mit der Konstruktion eines Stahltennisschlägers, der ein Meilenstein in der Entwicklung des Tennissports darstellte. Dieser Schläger und die daraus entstandenen Weiterentwicklungen haben den ursprünglichen Tennisschläger aus Holz fast komplett verdrängt. Die faszinierende Geschichte rund um den Erfinder und Sportler René Lacoste finden interessierte Kunden auf der LACOSTE Website. Dabei zeigten die Webdesigner viel Liebe zum Detail. So wird die Geschichte in Form eine aufgeschlagenen Buches zur spannenden Reise in die Vergangenheit.

Doch LACOSTE ist nicht im 20. Jahrhundert stehen geblieben, sondern hat innovative Funktionen des Web 2.0 entdeckt und setzt diese für den Kunden-Dialog ein. Knapp 4 Millionen Fans auf Facebook zeigen, dass sich die Marke weltweiter Beliebtheit erfreut. Weitere interessante Infos über die beiden Sportbereiche Tennis und Golf finden die User ebenfalls auf der Homepage. Alles übersichtlich und strukturiert geordnet, so dass sich auch Menschen zurechtfinden, die bislang nicht mit diesen Sportarten vertraut sind. Hinter dem Symbol des Krokodils findet der interessierte Kunde eine Menge über das Engagement der Firma LACOSTE zur Sicherung des Lebensraumes von Krokodilen auf der ganzen Welt.

Alles in allem ein Online-Shop, der eine ansprechende Produktdarbietung mit Transparenz und Nutzerfreundlichkeit vereint. Die Firmenwebsite bietet den Kunden mit zusätzlichem Mehrwert ein echtes Besuchserlebnis. Vielleicht nutzen Sie die Zeit zwischen den Feiertagen einfach mal, um bei LACOSTE zu stöbern. Sicher eine gute sportliche Abwechslung zu Gänsebraten & Weihnachtsplätzchen…

Über LACOSTE

Die Firma mit dem Krokodil als Markenzeichen und dem Hauptsitz in Paris, fertigt und vertreibt Kleidung, Schuhe, Parfüm, Lederwaren, Brillen, Haushaltstextilien, Uhren, Schirme sowie weitere diverse Accessoires. Das Unternehmen ist in 110 Ländern mit insgesamt 870 LACOSTE-Shops vertreten sowie durch mehr als 2.000 angeschlossene Fachhändler, Sportgeschäfte und spezialisierte Einzelhändler. Die Verkaufszahlen liegen bei 48 Millionen Artikeln jährlich, der Umsatz im Großhandel beträgt 1,3 Milliarden Euro. Die Kleidung von LACOSTE wird immer noch vor allem in Frankreich produziert.

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Shopbetreiber-Interview mit Manuel Falout: Adler Online-Shop

Dienstag, 16. November 2010

Es ist eigentlich kein Wunder, dass sich die Modemarke Adler gern für ökologische und soziale Nachhaltigkeit engagiert. Schließlich dient der stolze „König der Lüfte“ als Namensgeber des bundesweiten Filialnetzes. Gleichzeitig weiß Adler, die hauptsächlich textilen Angebote im Internet zu vermarkten: Seit März dieses Jahres ist die Modemarke mit einem eigenen Online-Shop im Netz präsent. Grund genug, mit dem Leiter e‑Commerce und Neue Medien, Manuel Falout, einmal über die wichtigsten Strategien des virtuellen Handels zu sprechen.

Herr Falout, danke dass Sie sich die Zeit für ein kurzes Interview nehmen. Bitte stellen Sie den Adler Online-Shop zunächst unseren Lesern einmal kurz vor!

Seit März dieses Jahres gibt es den Adler Online-Shop. Virtuell bietet der stilvolle Shop den Adler Kunden weit über 2000 Artikel aus den Bereichen Damen-, Herren, Baby- bzw. Kindermode. Die Produktpalette ist breit gefächert. Neben Topmarken wie Wrangler sind auch die bekannten Adler Eigenmarken wie Thea 42 plus oder My Own online zu bestellen.

Der Kundenservice wird auch im Adler Online-Shop groß geschrieben. Die Kunden können ganz bequem und nach Wahl per Rechnung, Lastschrift, Nachnahme, Vorkasse oder per Kreditkarte bezahlen und alle Vorteile ihrer Kundenkarte voll nutzen. Außerdem sind der Umtausch und die Rückgabe kostenlos und es kann ebenfalls in jedem Modemarkt retourniert werden.

Was zeichnet den Adler Online-Shop aus? Warum kaufen Ihre Kunden besonders gerne im Adler Online-Shop?

Der Adler Online-Shop zeichnet sich besonders durch seine Benutzer-freundliche Oberfläche und die intuitive Menüführung aus. Außerdem bietet der Online-Shop den Kunden die Möglichkeit, viele Extras wie Videos zu Kollektionen, Making-ofs oder auch Blätterkataloge anzuschauen.

Welche Möglichkeiten bieten Sie Ihren Kunden, sich am Geschehen im Shop zu beteiligen – Stichwort „Web 2.0“?

Bisher bieten wir die Möglichkeiten des Web 2.0 noch nicht an, aber natürlich beobachten wir die rasante Entwicklung in den neuen Medien und können uns sehr gut vorstellen, dieses in der Zukunft umzusetzen.

Wie lautet Ihre Definition des Begriffs „Multichannel“? Welche Rolle spielt das Thema Multichannel für Sie?

Die technische Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht es uns, so viele Kunden wie möglich zu bedienen und zufrieden zu stellen. Wir nutzen gerne beide Kanäle gleichzeitig und in Kooperation. So haben wir die Filialfinder-Funktion im Online-Shop als festen Bestandteil, aber wir informieren unsere Kunden natürlich auch im Geschäft über die Möglichkeit, online die Adlermode zu erstehen. Auch wenn wir mit unseren 104 Filialen in Deutschland gut aufgestellt sind, gibt es doch Gebiete, in denen es keinen Modemarkt in direkter Nähe gibt. Mit dem Online-Shop erreichen wir auch diese Kunden.

Wie verändern Handys, Smartphones oder das iPad den Online-Handel?

Die größte Veränderung in diesem Bereich steht uns erst noch bevor. Bisher können wir noch nicht feststellen, dass Handys, Smartphones oder das iPad unsere Zielgruppe merklich beeinflussen.

Wie bewerten Sie die weitere Entwicklung im Bereich e-Commerce? Was werden die nächsten 1-2 Jahre noch bringen?

Was unsere Beobachtung bisher und sicher auch in Zukunft bestätigen wird, ist die vermehrt online getroffene Kaufentscheidung. In Zukunft werden viele Kaufentscheidungen aber auch Preisabfragen in Communitys erfolgen. Die Adler-Zielgruppe beschäftigt sich viel mit dem Medium Internet und nutzt die Online-Angebote gerne als Informationsquelle. Jedoch sind Haptik und freundliche Beratung auch weiterhin Gründe, um stationär im Modemarkt einzukaufen.

Wir sind gespannt, wie sich Adler in Sachen Online-Vermarktung und Web 2.0 noch weiter entwickeln wird und danken Ihnen für das Gespräch!

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Blogserie Multichannel (5): Multichannel laut dbu-Definition

Montag, 02. August 2010

Unsere Blogserie zum Babel-Begriff „Multichannel“ nähert sich dem Ende. Wir haben Ihnen in loser Folge verschiedene Definitionen vorgestellt: Multichannel für Werber, Multichannel im Web- und Mobile-Bereich und Multichannel für Old-Schoo-Versandhändler. Heute wollen wir Ihnen verraten, was wir als dbu Unternehmensberatung unter Multichannel verstehen.

Kundenorientierung über die technischen Grenzen hinweg

Zunächst macht es Sinn, einmal die technischen Anforderungen der Kanäle zu „vergessen“ und zu überlegen, welche Botschaft beim Kunden ankommt. Lassen Sie uns dazu einige Vorüberlegungen anstellen:

  1. Der Kunden kommt über verschiedene Wege mit einer Marke in Berührung, sei es im Geschäft, im Online-Shop, durch einen zugestellten Katalog, mit einem „Shop-in-Shop-Konzept“ (etwa bei Peek & Cloppenburg), über das mobile Internet oder auf Facebook. Doch egal, wo der Kunde der Marke begegnet, er muss sie wiedererkennen und überzeugt werden.
  2. Umgekehrt bevorzugen Menschen je nach Situation und Typ andere Kanäle (die gestresste Berufstätige freut sich, dass es im Netz keine Ladenschlusszeiten gibt, genießt aber auch mal den gemütlichen Shopping-Bummel am Samstag). Der eine sucht bei Fragen oder Problemen im Internet nach Auskunft, der andere möchte per E-Mail, an der Telefon-Hotline oder persönlich beraten werden.
  3. Egal wo sich der Kunde bewegt, als Marke muss ich ihn überall einheitlich gut ansprechen. Das klingt  erst mal banal, ist es aber nicht, weil es in vielen Firmen daran scheitert, dass dann ja verschiedene Fachabteilungen miteinander reden und vor allem auch wirklich kooperieren (!) müssten.

Wenn Multichannel über die verschiedenen technischen und räumlichen Grenzen hinweg nicht funktioniert, kommt es zu haarsträubenden Situationen. Dann wird dem Kunden vielleicht erklärt, dass die Kundenkarte in diesem Bereich leider nicht gilt, weil er sich nicht in einem Store, sondern in einem Shop-in-Shop befindet. Der Kunde soll also gefälligst die Vertriebskonzepte berücksichtigen.

Umgekehrt will ich als Unternehmen natürlich auch meine besten Kunden ansprechen können. Aber dafür muss ich sie erst mal kennen: Bei Laden-Käufern geht das über eine Kundenkarte. Doch dann will ich natürlich am liebsten auch noch wissen, ob das der gleiche Kunde ist, der auch noch regelmäßig im Online-Shop kauft. Auch das klingt zunächst einmal banal, scheitert aber häufig an getrennten IT-Systemen.

Letztendlich will ich natürlich meine besten Kunden besonders individuell betreuen (zu Modenschauen einladen, besondere Angebote zukommen lassen, …) und sie damit weiter entwickeln. Doch das ist in der Praxis alles gar nicht so einfach, wie ein dbu-Vortrag auf der Messe „mailingtage“ zeigt, über den wir vor ein paar Wochen berichtet haben.

SportScheck Online-Shop

Abschließen wollen wir diese Blogserie mit einem Praxis-Beispiel aus der Firma SportScheck, die häufig als Vorreiter in Sachen Multichannel genannt wird. Unser dbu-Geschäftsführer Ralf Ziebula hat als früherer Geschäftsführer von SportScheck viele wichtige Entwicklungen dort begleitet. In allen Filialen stehen Terminals, an denen Kunden sich über das Internet-Angebot informieren können. SportScheck „kennt“ das Verhalten seiner Kunden besser als andere. Das Unternehmen sieht nicht nur, welcher Kunde welche Waren über den Katalog oder das Internet bestellt, sondern erfasst auch viele Einkäufe im Laden per Kundenkarte, wodurch sich auch diese Bestellungen zuordnen lassen. SportScheck bekommt also ein gutes Bild, wie sich die Kunden kanal-übergreifend verhalten und kann die Kunden über alle Kanäle hinweg ansprechen. Wer ein besseres Bild von gelebtem Multichanneling nach dbu-Definition bekommen will, sollte bei SportScheck vielleicht mal einen längeren Blick riskieren.

Welche Meinung haben Sie zur Multichannel-Debatte? Welche Definition gefällt Ihnen am besten und warum? Sehr gerne kommen wir hier im Blog und anderswo über dieses Thema ins Gespräch!

 


Shop des Monats (Juli 2010): Gerry Weber

Donnerstag, 29. Juli 2010

Es wird langsam Zeit für eine neue Blogserie. Nach vielen Beiträgen zu theoretischen Hintergründen, wollen wir jetzt monatlich einen Online-Shop genauer unter die Lupe nehmen. Erster „Kandidat“ ist der Online-Shop des Modelabels Gerry Weber aus Halle (Westfalen), deren Produkte vor allem die weibliche Zielgruppe zwischen 25 und 65 Jahren ansprechen.

Mode für aktive Frauen – ganz einfach online bestellen

Im Gerry Weber Online-Shop sind eigentlich drei Shops unter einem Dach vereint: Die Marken „Gerry Weber“, „Taifun“ (Young Fashion) und „Samoon“ (Große Größen) lassen sich per Mausklick schnell wechseln, so dass die Kunden während des Online-Shoppings problemlos zwischen den verschiedenen Labels hin- und herspringen können, um ihre Wunschprodukte zu bestellen. Dies wird auch durch einen gemeinsamen Warenkorb ermöglicht; egal wo Kunden bestellen, alles läuft zentral in einen Warenkorb und natürlich erfolgt auch der Zahlungsvorgang nur einmal. Dabei ist sehr gut gelöst, dass alle drei Shops den gleichen Aufbau haben. So gelingt es, die drei Marken des Hauses unter einem Dach zu integrieren, und die Kundin kann auch die anderen Marken entdecken.

Die Produkte selbst sind in einer guten Größe dargestellt und sehr übersichtlich angeordnet. Hier finden auch diejenigen, die eher selten online unterwegs sind und für die das Online-Shopping noch nicht alltäglich ist, ihre gewünschte Kleidung. Besonders wichtig, weil Gerry Weber ja gerade die Frau im „mittleren“ Alter anspricht, die eben nicht zur Generation der Digital Natives gehört. Der Shop bietet das einen guten Rundumblick über das bekannte und populäre Gerry Weber-Sortiment. Dabei ist es möglich, entweder nach Produktreihen oder nach einer festgelegten Farbauswahl zu selektieren.

Die Produktgalerie ist gut angeordnet und bietet – sobald die Maus über das Produkt fährt – die Rückansicht des Artikels. Das ist besonders komfortabel, denn so wird das Öffnen eines separaten Fensters umgangen. Die Größenauswahl ist sehr einfach: Es lässt sich auch direkt nach einer bestimmten Größe suchen, so dass nur Produkte in dieser Größe angezeigt werden. Außerdem kann die Kundin sofort sehen, ob das Produkt lieferbar oder bereits ausverkauft ist.

Weitere Serviceangebote im Gerry Weber Online-Shop

Es gibt neben einer Filialübersicht für Deutschland auch eine deutsche Outlet-Übersicht, in der Kunden im „Real Life“ shoppen gehen können. Freundschaftswerbung mit Wunschprämien ist möglich und die Kundinnen haben die Möglichkeit, ihre Meinung zum Shop oder zu den Produkten direkt auf der Seite zu äußern. Unter Kontakt ist es möglich, zu einer gestellten Frage auch die direkte Antwort vom Unternehmen zu erhalten.

Direkt auf der Startseite wird auf die kostenfreie Lieferung, den Kauf auf Rechnung, eine kostenlose Retoure, die Möglichkeit der flexiblen Lieferadresse sowie auf die sichere Bestellung durch SSL-Verschlüsselung hingewiesen. Alles in allem kann hier nur eine positive Bewertung des Shops abgegeben werden. Nur, dass es einen Mindestbestellwert von 29 Euro gibt, stellen die Kunden erst fest, wenn sie ein Produkt unter diesem Wert in den Warenkorb legen und den Bestellvorgang abschließen wollen. Doch dieser Punkt sollte in Anbetracht der nutzerfreundlichen Darstellung nicht allzu großes Gewicht zu haben.

Überrascht hat uns hingegen, dass Gerry Weber bis auf einen E-Mail-Newsletter keinerlei Möglichkeiten des virtuellen Dialogs anbietet. Eine Facebook- oder Twitter-Seite sucht man ebenso vergeblich wie ein Blog oder ein anderes Social Media Angebot. Die Hausaufgaben sind gemacht, doch dabei scheint die Reise ins Web 2.0 vergessen worden zu sein. Wir sind gespannt, wann sich Gerry Weber auch an dieses Thema herantraut.

Über Gerry Weber

Die heutige Gerry Weber International AG wurde am 1. März 1973 in Halle (Westfalen) von Gerhard Weber und Udo Hardieck gegründet. 1986 wurde der Markenname „Gerry Weber“ weltweit geschützt und erlangte durch das Sponsoring von Steffi Graf sowie die „Gerry Weber Open“ und andere Events rasch Bekanntheit. 1989 kam als weitere Modelinie die Taifun-Collection hinzu und 1994 folgte die Samoon-Collection für Damen mit Übergrößen. Ab 2000 vergab das Unternehmen auch Lizenzen für Schuhe, Brillen, Düfte, Taschen und Schmuck unter dem Label Gerry Weber. Der Verkauf erfolgt weltweit über mehr als 6.000 Fachhändler, aber auch über 300 Gerry-Weber-Läden (Houses of Gerry Weber), die teils in Eigenregie, teils im Franchisesystem betrieben werden. Produziert wird die Kleidung weitestgehend in Ost- und Südeuropa, der Türkei und Asien. Das Design der Produkte kommt aber nach wie vor aus Halle.