Archiv für die Kategorie ‘Technik’

Ist die Borders-Pleite der Anfang vom Ende klassischer Buchhändler?

Mittwoch, 01. Juni 2011

Wie kürzlich im Versandhausberater (Ausgabe Nr. 7 / 2011) zu lesen war, hat die amerikanische Buchhandelskette Borders Insolvenz beantragt, nachdem im Herbst 2009 bereits beim britische Ableger die Lichter ausgingen. Die Ursachen sind in beiden Fällen schnell analysiert: Der immer stärkeren Konkurrenz durch Internet-Händler wie den Giganten Amazon war nichts entgegen zu setzen; die Bedeutung des digitalen Buchmarktes wurde zu spät erkannt. Das Finanzportal GeVestor kommentiert:

Erst seit 2008 gibt es überhaupt einen eigenen Borders-Onlineshop. Damit hatten Anbieter wie Amazon in diesem Marktsegment einen Vorsprung von rund einem Jahrzehnt – so etwas kann man im Wirtschaftsleben kaum wieder aufholen. Auch für einen weiteren wichtigen Wachstumsmarkt bei Büchern gilt: Das hat Borders verschlafen. Hier geht es um die digitalen Bücher. Seit 2007 ist Amazon schon mit dem eigenen E-Book Reader ‚Kindle’ am Start. Bei Borders erfolgte der Markteintritt erst im Sommer 2010. Das sind nur zwei Beispiele dafür, wie schnell ein Unternehmen ins Abseits geraten kann, wenn wegweisende Trends verschlafen werden.

Doch geht es hier wirklich nur um den Kampf mit der technischen Entwicklung? Wer etwas genauer hinschaut, erkennt, dass auch auf einer ganz anderen Ebene Wichtiges versäumt wurde, nämlich beim Service für die Kunden. So schreibt die FAZ Online in ihrer Betrachtung:

„In einer Zeit, in der Leser sich in User verwandeln und es daraufhin vorziehen, Bücher in einen virtuellen Einkaufswagen zu klicken, oder sie gleich auf ihre iPads, Kindles und Nooks herunterzuladen, hat Amerika schlicht und einfach zu viele Buchhandlungen zu bieten. Nach den Marktgesetzen bestimmt zuletzt der Käufer, wie klein oder groß das Angebot zu sein hat und wo er seine Waren erwerben will. Zugleich aber schreit er markerschütternd auf, wenn sein platonischer Lieblingsladen um die Ecke schließt und es ihm verwehrt ist, einen beseligten Nachmittag beim Stöbern durch die Regale zu verbringen.“

Nun sind in der Praxis sicherlich beide Aspekte miteinander verknüpft und das Management hat es offensichtlich versäumt, die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Die Besonderheit, mit viel Ruhe, vielleicht bei einer Tasse Tee in den Bücherregalen zu stöbern und sich der Muße hinzugeben, steht einerseits im Widerspruch zur technischen Entwicklung; andererseits scheint es das einzig relevante Unterscheidungsmerkmal zu den sonstigen Vorzügen der Online-Bookstores. Borders war in dieser Hinsicht weder Fisch, noch Fleisch. Denn letztendlich kann auch im Wettlauf um die besten technischen Lösungen nur gewinnen, wer sich am Kunden orientiert. Das Handelsblatt stößt in einem Kommentar zum Wettbewerber Barnes & Noble aus dem Sommer 2010 ins gleiche Horn:

„Und Barnes & Noble, ein paar Blocks weiter oben? Die Kuschel-Zeit ist vorbei, die Lesetische verschwunden. Heute liest man unbequem im Stehen oder sitzt auf dem Boden. Es gibt keine Kundentoilette, nur beim angeschlossenen Starbucks nebenan mit Verzehrzwang. Wem das nicht passt, der kann ja Zuhause ein E-Book kaufen. Falls er es nicht ohnehin schon tut.“

Wer heute im Buch- oder Einzelhandel zukunftsfähig agieren möchte, muss sowohl seine Kernkompetenzen, als auch die wichtigen Zukunftsthemen aus Sicht des Konsumenten gleichermaßen im Auge behalten. Dass dies keine leichte Aufgabe ist, zeigt sich an diesem Beispiel sehr schön, wenn sich innerhalb einer Dekade sogar die Branchenriesen zu Fall bringen lassen …

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In wenigen Minuten auf „Platz 1“ bei Google!

Dienstag, 24. Mai 2011

Viele Unternehmen möchten gerne bei Google auf den ersten Rängen erscheinen. Um dies zu erreichen, sollten alle Unternehmen, die über eine Online-Suche gefunden werden wollen, das Angebot Google Places kennen und nutzen. Innerhalb weniger Minuten sind alle relevanten Daten erfasst – und die Freischaltung bei Google kann beantragt werden. Das Spannende dabei: Unternehmen brauchen keinen eigenen Online-Auftritt zu haben, um dieses interessante Angebot nutzen zu können. So beschreibt es Prof. Dr. Ralf T. Kreutzer in seinem heutigen Gastbeitrag…

Wie Sie in wenigen Minuten auf „Platz 1“  in der Google-Trefferliste landen

Wer strebt nicht das Ziel an, auf den Google-Trefferlisten ganz vorne zu erscheinen? Um die Chance darauf zu verbessern, gilt es, das Angebot Google Places zu nutzen. Google Places ermöglicht es, dass Unternehmen – wie bspw. stationäre Einzelhandelsgeschäfte – bei Google bzw. Google Maps leichter und substanzhaltiger gefunden werden. Ermöglicht wird dies durch einen kostenlosen Eintrag bei Google Places. Wenn potenzielle Kunden über Google oder in Google Maps nach (örtlichen) Informationen suchen, können stationäre Anbieter mit relevanten Daten gefunden werden – so sie vorher einen entsprechenden Eintrag vorgenommen haben. Dies funktioniert sogar ohne eigene Website und damit ohne eigene Web-Adresse. Da Google die Präsentation der Suchergebnisse immer stärker regionalisiert, werden die im Einzugsgebiet des Suchenden zu findende Anbieter mit Priorität ausgewiesen. Diese Regionalisierung der Trefferergebnisse wird durch die räumliche Identifikation der IP-Adresse des Internet-Nutzers ermöglicht. Dieses Vorgehen wird auch als regionales Targeting bezeichnet, weil es eine regionale Ansprache der Zielgruppen erlaubt.

Der erste Schritt zur Nutzung von Google Places besteht darin, unter google.de/places die betreffende Website von Google aufzurufen. Dort wird das Ziel von Google Places verdeutlicht, als Unternehmen leichter aufgefunden zu werden. Ein Unternehmen, welches seinen neuen Eintrag vornehmen möchte, wählt die Option „Neues Unternehmen hinzufügen“.

Im nächsten Schritt wird zunächst anhand der Telefonnummer des Unternehmens geprüft, ob bereits Informationen zu einem Anbieter mit dieser Telefonnummer vorliegen. Ist dies nicht der Fall, können die relevanten Informationen erfasst werden. Neben den Kommunikationsdaten ist dies insbesondere auch eine Beschreibung der eigenen Aktivitäten.

Die einzelnen Datenfelder werden dann Schritt für Schritt mit Informationen gefüllt. Dabei können verschiedene Kategorien angegeben werden, die das eigene Leistungsangebot beschreiben.

In einem weiteren Schritt können Fotos und Videos hochgeladen werden, um eine möglichst aufmerksamkeitsstarke Präsenz sicherzustellen. Dabei ist es wichtig, alle unausgesprochenen Fragen der Internet-Nutzer zu beantworten. Diese beziehen sich bei einem stationären Einzelhändler neben der Adresse bspw. auch auf Hinweise für Navi-Benutzer und Tipps für Parkhäuser. Dabei können bei Bedarf auch die Öffnungszeiten und präferierte Zahlungswege angegeben werden. Auch eine Telefonnummer ist anzugeben, über die ggf. auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten eine Kontaktaufnahme erfolgen kann.

Wichtig und nicht zu vernachlässigen sind allerdings auch Hinweise darauf, warum es sich lohnt, zu Ihnen zu kommen – und das mit hoher Aktualität! Diese Relevanz ergibt sich daraus, dass heute bereits mehr als 50 Prozent der Deutschen ihre stationären Einkäufe online vorbereiten!

Um eine hohe Datenqualität sicherzustellen, erfolgt zum Schluss eine Authentifizierung des Beitrags. Dazu wird seitens Google in Aussicht gestellt, dass innerhalb von ca. zwei bis drei Wochen eine Postkarte zur Verifizierung der Daten und des Absenders an die hinterlegte postalische Adresse erfolgt. Erst danach werden die Daten online sichtbar.

Innerhalb des angekündigten Zeitraums erhält das betroffene Unternehmen eine Postkarte mit den relevanten Daten, um den Online-Beitrag zu aktivieren. Google kündigt die Freischaltung nach ca. sechs Wochen an; häufig erfolgt diese aber bedeutend früher.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bei einer Google-Suche nach „Marketing und Management Beratung“ (gekennzeichnet mit „1“) wurde der kostenlose Eintrag auf Platz 1 der Google-Suchergebnisse ausgewiesen („2“). Dabei ist darauf zu achten, dass bei der Suche keine regionale Einschränkung erfolgt, sondern Google aufgrund der räumlichen Nähe den Treffer „Marketing und Management Consulting“ auf die Suchanfrage „Marketing und Management Beratung“ zugesteuert hat.

Nach dem Anklicken der Google Places-Seite sind nun folgende Informationen zu sehen:

Deshalb lautet meine ganz persönliche Empfehlung für alle, die bei Online-Recherchen gefunden werden sollen: Investieren Sie heute noch die notwendigen fünf Minuten Ihrer wertvollen Zeit, um schon bald bei Google-Suchen leichter gefunden zu werden.

 


Bericht vom 3. Trendkongress in Karlsruhe: Net Economy – Business IT as a Service

Dienstag, 19. April 2011

Mit dem Ziel, Wissenswertes aus Wissenschaft und Praxis über das Thema Business IT as a Service zu lernen, besuchte ich am 8.April den 3. Trendkongress, eine Kooperationsveranstaltung von CyberForum e. V., FZI‑Forschungszentrum Informatik und der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH. Dieser fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in den Räumen der Messe Karlsruhe statt. Die Key-Speaker waren sowohl von Seiten der Wissenschaft als auch der Anwender bemerkenswert gut besetzt. Der Präsident des BITKOM, Professor Dr. August‑Wilhelm Scheer und Professor Dr. Dieter Rombach, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IESE (Institut für Experimentelles Software Engineering), beschrieben die Herausforderungen, die Cloud Computing für IT-gestützte Business-Modelle und Softwareentwicklungen mit sich bringen.

Cloud Computing – Herausforderungen für Wissenschaft und Unternehmen

Die immer stärker wirkende Vernetzung von eigenen und Partnerkompetenzen, die Notwendigkeit eines intelligenten Kundenmanagements und die systematische Abarbeitung aller potenziellen Marktsegmente bilden danach die zentralen Einsatzgebiete der IT in einem immer stärker vernetzten Markt. Nach Professor Rombach gilt das nicht nur die Produkte, auch die Services müssen sich den neuen Herausforderungen stellen:

  • Vertrauenswürdigkeit (Zuverlässigkeit und Sicherheit)
  • Intelligenz (Verknüpfungsfähigkeit von Systemen)
  • Komplexitäts-fähig
  • Entwicklungsleistung (Service + Produkte)

Die stärkere Vernetzung und damit einhergehend die immer höheren Anforderungen, die die sich verändernden Märkte einbringen, erhöhen den Anpassungsdruck auf IT‑Anwendungen, die schon heute zu 80 Prozent auf individuellen Applikationen basieren. Es bedarf also einer Zwischenschicht, die das Businessmodell und die Anwendungen effizient zusammenbringt. Diese Kollaborations-Schicht muss die schon genannte Vernetzung in jeder sinnvollen Richtung ermöglichen, sei es Einkäufer zu Lieferant, oder Kunde zu Spezialist im Unternehmen oder Lieferant zu Kunde!

Die Voraussetzungen für einen wachsenden Cloud Computing Markt sind mit den Eigenschaften der Cloud eng verknüpft:

  • Sicher
  • Überall verfügbar
  • Kann mit anderen kommunizieren
  • Einfach
  • Transparent

Anwender scheuen die Abhängigkeit

Die Gegenüberstellung von Pro und Contra ERP-as-a-Service bot der aus meiner Sicht  sehr gelungene Beitrag der Trovarit AG , denn für den Anwender stellen sich darüber hinaus weitere Fragen. Es wurde deutlich, dass nicht das viel beschriebene Thema Datensicherheit das Top-Argument gegen SaaS ist, sondern die Abhängigkeit von einem Anbieter (insbesondere bei den befragten Händlern). Darüber hinaus die mangelnde Flexibilität der Software bzw. die damit verbundenen Probleme einer Anpassung der Prozesse an die Software. Dafür sprechen, insbesondere bei Dienstleistungsunternehmen, Kostenargumente und Nutzungsflexibilität.

Ein in der Cloud-Praxis erfahrener Anwender berichtete von der Notwendigkeit der internen Abstimmung bei der Nutzung und Aufschaltung einzelner Services. Wenn nicht sehr diszipliniert die Anwendungsgebiete auf einzelne Funktionen zugeordnet und auch gesteuert werden, kommt das Unternehmen nicht um einen IT-Administrator herum. Die sehr einfache Buchung und Aufschaltung verschiedener Dienste kann zum Wildwuchs und insbesondere bei Fluktuation zu unübersichtlichen und damit dann doch wieder teuren Anwendungsverträgen führen.

Außerdem ist jedem Nutzer vor Abschluss ein „Fall-back“-Szenario zu empfehlen. Laut dem Bericht des Anwenders liegt die Herausforderung dann nicht in der Rückholung (oder Umlagerung) von Kontaktdaten und Terminen, die Schwierigkeiten beginnen bei komplexen Datenhaltungen wie Datenbanken. Hier sollte man die Rückholung explizit beschreiben und testen. Es gibt einfach noch nicht genügend Erfahrung von mittelständischen und kleinen Unternehmen mit einer kompletten Auslagerung in die Cloud, um Vorbehalte und Chancen bewerten zu können. Unstrittig ist:

  • Sensible Daten bedürfen in jedem Fall einer klaren nachweisbaren Transparenz in Bezug auf den Standort.
  • Die großen Anbieter bieten noch keine individuellen Anwendungen für den Mittelstand.
  • Die Anwendungsrückholung muss abgesichert getestet sein.

Dieses Fazit lässt sich auch nach dem Besuch des 3. Trendkongresses nach wie vor ziehen.

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Vente-Privee nun auch als Fulfilment Dienstleister aktiv!

Donnerstag, 07. April 2011

Zu den Bestandteilen der Wertschöpfungskette im e-Commerce gehören neben dem Aufbau und der Gestaltung der Shop-Plattform:

  • die Sortimentierung (Angebot erstellen, Preispolitik)
  • das Online-Marketing
  • das Fulfilment in den Bereichen Bestellbearbeitung und Logistik.
  • die Analyse und Steuerung der Kundenprozesse.

Während einige Anbieter die Umsetzung der einzelnen Teilleistungen selbst erledigen (oder dafür eigene Tochtergesellschaften gründen), werden sie doch häufig auch an externe Dienstleister ausgelagert (bis auf die Sortimentierung, die als Kernkompetenz des Anbieters zu betrachten ist). Dies bietet vor allem für Neu-Einsteiger im Online-Geschäft eine ganze Reihe von Vorteilen; schließlich wollen viele Unternehmen keine großen Investitionen für ihre Online-Shops tätigen, ohne genau abschätzen zu können, ob dieser neue Kanal überhaupt erfolgreich läuft.

Insbesondere im Bereich des Fulfilments haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Dienstleister etabliert, die das operative Geschäft für Webshops komplett übernehmen. Mit dem französischen Shopping-Club vente-privee.com erweitert der nächste große Player mit der Gründung der Digital Commerce Factory seinen Service. So lässt der „Vater aller Shoppingclubs“ andere Unternehmen von seinem Know-how profitieren und erschließt sich gleichzeitig ein lukratives Geschäftsfeld:

„Der französische Shopping-Club bietet anderen Unternehmen, egal aus welchem Bereich, ein ganzes Portfolio der unterschiedlichsten B2B-Dienstleistungen an, angefangen von der Konzeption und dem Management einer eCommerce-Plattform, der Produktion von audiovisuellem Inhalten wie etwa der Herstellung von digitalen Katalogen, über das Marketing bis hin zur Logistik und dem Kundenservice. Dabei kann das Unternehmen selbst entscheiden, welchen Baustein es in Zusammenarbeit mit vente-privee.com umsetzen lassen möchte.“

Erfolgreiche Online-Player als Fulfilment-Dienstleister

In der gleichen Verlautbarung heißt es, dass bereits drei Unternehmen die Gestaltung ihres e-Commerce Auftritts durch vente-privee.com bzw. der Digital Commerce Factory umsetzen lassen – zehn weitere haben schon Interesse bekundet, die professionellen Services ebenfalls nutzen zu wollen:

„Auch im Bereich Mitgliederbetreuung hat vente-privee sich selbst hohe Standards verordnet und den Kundenservice nicht ausgelagert, sondern operiert inhouse. 110 Mitarbeiter in verschiedenen Länderteams beantworten pro Monat rund 100.000 eMails und Anrufe in fünf verschiedenen Sprachen. In Sachen Marketing bieten Marketing Analysten eine Strategieberatung mit modernsten Methoden.“

Damit bietet das französische Unternehmen neben der klassischen Fulfilment-Dienstleistung auch verschiedene Leistungen zur optimalen Produkt-Präsentation im E-Shop an. Sein Vorteil liegt sicherlich darin, dass der Anbieter als ein bekannter europäischer Player und Marktführer unter den Shopping-Clubs bekannt ist. Für seine Kompetenzen muss vente-privee.com nicht werben, da hinter seinen Dienstleistungen ein bereits sehr erfolgreicher Online-Händler steht.

Viele Unternehmen wünschen sich einen so „starken“ Partner an ihrer Seite, da Ihnen neben dem Know-how manchmal einfach die Erfahrung fehlt, wie sich der Kanal Online-Versand entwickelt. Dazu kommt die Vorstellung, dass man einem Dienstleister kündigen kann, der Aufbau einer eigenen Shop-Infrastruktur aber Geld und Ressourcen bindet. Wenn gerade stationäre Händler ihre virtuellen Bemühungen häufig unter der Prämisse starten: „Alle anderen sind auch online, dann müssen wir wohl auch …“ wollen sie den Einsatz möglichst solange gering halten, bis der Online-Shop lukrativ ist. Lesenswert ist in diesem Zusammenhang der Beitrag „Müssen stationäre Händler einen Online-Shop haben?“ im Forum von Channel Partner.

Die Abrechnungsmodelle der Fulfilment-Unternehmen sind unterschiedlich, gängig war bisher die Abrechnung nach erbrachter Leistung. In letzter Zeit kann man hören und lesen, dass vermehrt ergebnisorientierte Modelle zum Einsatz kommen, d.h. der Fulfilment-Dienstleister ist verantwortlich, den Online-Shop im Rahmen der vereinbarten Konditionen wirtschaftlich zu betreiben. Durch die Beteiligung am Ergebnis, wird somit auch ein Teil des Risikos ausgelagert.

Der Artikel „Konzentration auf Kernkompetenzen mittels Fulfilment“ beleuchtet auch noch einmal die Vor- und Nachteile des ausgelagerten Bestell- und Logistikapparats. Hier möchten wir kritisch ergänzen, dass sich nach unserer Erfahrung beim Einsatz externer Dienstleister oftmals die Multichannel-Synergien nicht ausschöpfen lassen. Auch im Bereich Analyse und Steuerung wird häufig nur sehr begrenzt auf den Kanal e-Commerce geschaut, so dass im Mix der unterschiedlichen Kanäle keine übergreifende Kundensteuerung möglich ist. Hier setzt das Beratungsangebot der dbu an, was wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen …

Weitere e-Commerce Dienstleister im Bereich Fulfilment

  • Baur Fulfillment Solutions
  • defacto
  • DePauli AG
  • DHL
  • Dohmen Solutions, Logistics & Services
  • Erdt Concepts *
  • Fiege
  • fortuneglobe GmbH
  • Fulfillment by Amazon (FBA)
  • Hermes
  • Intershop
  • NETRADA
  • PVS

* ergänzt am 06.05.2011

 


Neuer Hype um Lebensmittel-Bestellungen im Internet

Freitag, 29. Oktober 2010

Der Versandhändler Amazon bietet in seinem Online-Shop Lebensmittel und Getränke an. Diese Nachricht ging im Juli dieses Jahres wie ein Lauffeuer durch die e‑Commercelnde Blogosphäre. Landauf landab berichteten die Medien über diesen neuen Service, zuweilen mit recht hämischen Artikeln wie bei One-to-One oder in der W&V, die einmal getestet hat, was passiert, wenn Salat fünf Tage im Paket unterwegs ist.

In der Perspektive, seinen Wocheneinkauf per Mausklick zu beschicken, liegt ein Riesenmarkt. Doch in Sachen Logistik und Kundenfreundlichkeit ist der Lebensmittel-Lieferservice sicherlich noch ausbaufähig. Noch immer ist das Angebot des Versandriesen als „Beta“ (d.h. vorläufig) gekennzeichnet. Dabei sprießen weitere (zumeist regional begrenzte) Lieferanten wie Pilze aus dem Boden.

Über neue Vertriebskanäle wird im Lebensmittelhandel ohnehin schon länger nachgedacht. Einzelne Rewe und EDEKA-Märkte testen Drive-In Konzepte wie bei McDonalds oder in der Autowaschanlage. real schaltet große Plakatkampagnen mit der Aussage, dass man den Wochenendeinkauf  nun „im Schlafanzug am Frühstückstisch“ erledigen kann. Nur leider finden sich im Online-Shop nur Hartwaren (Haushalt, Elektro, Babybedarf), keinerlei Lebensmittel.

Auch nach einigen Monaten, nachdem der erste Trubel um den Amazon-Bestellservice von Lebensmitteln und Getränken abgeklungen ist, stellt sich immer noch die Frage, ob der deutsche Markt ein solches Konzept überhaupt hergibt.

  • Ist bei den hart umkämpften Lebensmittelpreisen (Stichwort „Discounter“) genügend Spielraum für zusätzlichen Service und Transport?
  • Oder verändert sich der Anspruch der Menschen an möglichen Komfort durch die Bedienung der Neuen Medien?
  • Wer und in welcher Situation würde einen solchen Service in Anspruch nehmen?

Was meinen Sie, liebe Leser?

 


Augmented Reality im Online-Shopping

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ein neues Schlagwort wird durchs virtuelle Dorf getrieben: „Augmented Reality“ ist in jedermanns Munde beziehungsweise in jedermanns Auge, denn bei der sogenannten Erweiterten Realität geht es um eine neue Form der Wahrnehmung. Computergestützt, meistens visuell und zuweilen ungemein nützlich. Erste Versuche kennt jeder aus dem Fußball, wo bei einem Freistoß die Entfernung zum Tor eingeblendet wird. Doch die Anwendungen sind vielfältig (Navigation, Simulation, Kollaboration und viele weitere „–ions“) und münden nicht zuletzt auch in erweiterten Shopping-Erlebnissen.

Viele schöne Beispiele lassen sich im Netz finden, sei es der RayBan Sonnenbrille-Shop mit Anprobe-Funktion, bei dem sich das neue Gestell per Webcam auf die eigene Nase setzen lässt oder die virtuelle Anprobe, die vor allem die Damenwelt in ihren Bann zieht.

Der nächste Schritt scheint mit den sogenannten „Location Based Services“ gewissermaßen das „Outernet“ einzuläuten, wenn Funktionen des Internets in die reale Welt übertragen werden. Etwa indem ich mein Internet-Handy benutze, um mich auf der Straße über meine Umgebung zu informieren. Wie das den Umsatz ankurbeln kann, zeigt ein Beispiel im carpathia e-business-Blog:

„Gehen Sie durch die Straßen und sehen Sie, bei welchem stationären Händler es welche Sonderangebote gibt und was die Konkurrenz – notabene on- und offline – dagegen bietet. Das Smartphone ist in der Lage, das aufgenommene Bild mit zusätzlichen Informationen anzureichern und damit die Realität zu erweitern. Das GPS-Modul vermag die Position zu berechnen und kann dadurch nicht nur das Angebot im stationären Handel anzeigen, sondern durch die Kombination des Angebots und der Branche auch geeignete Angebote von weiteren Onlinehändlern präsentieren.“

Besonders spannend wird es dann noch, wenn ich diesen Einkaufsbummel mit meinen Freunden gemeinsam mache. Natürlich nur virtuell – denn via Facebook & Co. kann ich meine Erlebnisse mit der ganzen Welt teilen, auch wenn die beste Freundin vielleicht gerade nicht in der Stadt ist.

Doch zurück zu den wirklich „nützlichen Funktionen“ der Augmented Reality. Hier haben wir noch ein Beispiel gefunden, das die Grenzen zwischen On- und Offline weiter auflösen wird:

Der neue Service Google Goggles verknüpft Bilderkennung und Online-Suche oder auch Bilderkennung und Shopping direkt miteinander. Einfach ein Foto mit dem Handy oder Smartphone aufnehmen und die virtuelle Reise kann beginnen. Wir sind gespannt, wann die Anbieter soweit sind, dass ein Foto vom leeren Kühlschrank direkt eine Bestellung neuer Lebensmittel auslöst. Aber bei der vorherrschenden Geschwindigkeit in der Entwicklung kann es ja wohl nicht mehr so lange dauern …

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Gastbeitrag: Tellja – einfach weitersagen …

Montag, 11. Oktober 2010

Ende September ist der neue Leitfaden WOM Marketing von Anne M. Schüller und Torsten Schwarz erschienen, in dem über 40 Autoren fachlichen Input zum Thema Empfehlungsmarketing geben. Einer von ihnen ist Thomas Kilian, Geschäftsführer der Werbeagentur Thoxan, die auch unser dbu-Blog eingerichtet hat. Da sein Beitrag über den Online-Dienst Tellja thematisch sehr gut in unser Konzept passt, haben wir ihn gebeten, einen Gastartikel für uns zu schreiben.

Anreize fürs (digitale) Empfehlungsgeschäft

Die Idee, eine Empfehlung zu belohnen, ist nicht neu. Vor allem im Zeitschriftenhandel werden für den Abschluss von Abonnements immer wieder Prämien gezahlt, entweder in Form eines Gutscheins oder durch die Auswahl eines Sachpreises. Dabei spielt es (fast) keine Rolle, ob ich das Abonnement selbst abschließe und mich mit einer Uhr, einem Regenschirm oder einem Einkaufsgutschein belohne oder einen anderen Leser werbe. Selbst beim Friseur meines Vertrauens kann ich geworbene Kunden in ein Gutscheinheft eintragenlassen und bekomme dafür den nächsten Haarschnitt gratis.

Die Welt des sogenannten „Couponings“ erfreut sich anscheinend immer noch großer Beliebtheit. Seit den 1950er Jahren wird dieses Marketinginstrument in Form von Rabattmarken vor allem in den USA sehr stark eingesetzt. Durch die wachsende Verbreitung des Internets entwickelte sich in den vergangenen Jahren neben dem papierbasierten Coupon der digitale Gutschein zum Download oder per E-Mail-Versand. Seit 2001 ist Couponing durch den Wegfall des Rabattgesetzes auch in Deutschland offiziell erlaubt. Zwar hat diese Vermarktung noch längst nicht den Stellenwert wie in den USA erlangt, aber es wird für die Zukunft auch hierzulande mit einem starken Anstieg der Anzahl eingelöster Coupons gerechnet.

Auch die Onlinewelt hat sich das bezahlte Empfehlungsmarketing natürlich längst zu Nutze gemacht. In Form von Affiliate Marketing vergüten zahlreiche Portale, Versandhändler und Verlage eine erfolgreiche Vermittlung durch Provisionen. Der Produktanbieter stellt hierbei seine Werbemittel (in der Regel Onlinebanner verschiedener Größen) zur Verfügung, die der Affiliate Partner auf seiner Website veröffentlichen kann. Über einen Provisionscode in der Linkadresse erkennt der Shop-Betreiber, wenn Verkäufe über diesen Vermittler erzielt wurden. Einige Systeme bezahlen pro Klick auf ein Werbebanner, die meisten jedoch erst bei Anmeldung des Neukunden im Online-Shop („Lead“)oder als Erfolgsprämie für den Verkauf („Sale“). Onlinegutscheine, Keyword-Advertising oder E-Mail-Marketing funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Affiliate Programme nutzen dabei den Wunsch zahlreicher Webmaster, sich über Provisionen ein (zum Teil recht lukratives) Einkommen zu verdienen.

Sicherlich lässt sich über die Frage, wieso Menschen zur Weiterempfehlung überhaupt eine Prämie oder einen Anreiz brauchen, ins Grübeln kommen. Allerdings muss man Menschen heutzutage in vielen Bereichen proaktiv begegnen. Das geht nur zum Teil über positive Kauferfahrungen, da wir heute einfach zu vielen anderen Einflüssen ausgesetzt sind. Wer eine tolle Prämie auslobt, hält den begeisterten Kunden auf der Website oder im Online-Shop und löst einen Impuls aus, sich auch wirklich die Zeit zu nehmen, eine Empfehlung auszusprechen.

Tellja unterstützt mit attraktiven Prämien die digitale Empfehlung

Genau diesen Faktor macht sich auch die Online-Empfehlungsplattform „Tellja – einfach weitersagen …“ zu Nutze. Viele Kunden wissen exakt, wer in ihrem Freundeskreis etwas sucht und was er oder sie genau braucht. Darüber hinaus tauschen sich Freunde über solche Themen aus. Wenn Sie sich selbst einmal fragen, wer von Ihren Freunden zurzeit ein Ferienhaus buchen will, ein neues Fahrrad anschaffen möchte oder nach Geschenken für die Kinder sucht – Sie könnten sicher einige Empfehlungen aussprechen, wenn Sie gerade über das Passende gestolpert sind.

Mit Tellja wird der Vermittler nicht nur für die tolle Empfehlung gelobt, sondern auch für die Möglichkeit, ein Schnäppchen zu machen: Betreiber von Online-Shops können über ein spezielles Widget (ein Online-Tool, das sich ohne größeren Programmieraufwand im Shop integrieren lässt) für aktive Empfehlungen sorgen. Dafür definieren sie eine Reihe von Prämien, die jemand für eine erfolgreiche Vermittlung bekommt. Wenn der Empfohlene einen Kauf tätigt, bekommt der Vermittler diese Prämie zugeschickt. Ähnlich wie beim Prämienservice des ADAC, bietet auch das Tellja-Widget die Möglichkeit, die Prämie dem neu geworbenen Kunden zukommen zu lassen, anstatt sie selbst einzustreichen.

Nach eigenen Angaben lassen sich durch hochwertige und sinnvolle Prämien Konversionsraten (Verhältnis von Empfehlungen zu Neukunden) von bis zu dreißig Prozent generieren. Solche Verhältnisse sind mit herkömmlichen Methoden nur schwerlich zu erreichen, vergleichen wir diese Form der Akquisition einmal mit Bannerwerbung oder Onlineanzeigen. Darüber hinaus generiert Empfehlungsmarketing in der Regel treuere Bestandskunden (wer jemanden aktiv empfiehlt, wechselt den Anbieter oder die Marke nicht so schnell) und zugleich auch treuere Neukunden.

Es gibt kaum Bereiche, in denen diese Art von Empfehlungsmarketing nicht funktioniert: Von A wie Apotheke bis Z wie Zoomärkte. Vom Einsatz abraten würde Tellja nur, wenn Kunden kein gutes Produkt oder ein Qualitätsproblem haben. Damit sich die Nutzung von Tellja wirklich lohnt, sollte ein Online-Shop schon wirklich relevanten Traffic auf der Seite haben. Allerdings lässt sich keine unmittelbare Basisgröße angeben, da viel von der Zielgruppe und dem Angebot abhängt. Nischenanbieter mit sehr hochwertigen und innovativen Gütern können über attraktive Prämien ebenfalls zu qualifizierten Neukunden kommen, auch wenn diese zahlenmäßig hinter den Top-Shops zurückliegen.

Das Preismodell bei Tellja ist mehrschichtig. Die Basis bildet ein performanceorientierter Ansatz: Tellja erhält neben einer monatlichen Grundgebühr eine Provision bei einer erfolgreichen Empfehlung, das heißt, wenn ein Online-Shop über das Prämienwidget einen neuen Kunden gewinnt, der eine erste Bestellung auslöst. Die Provision orientiert sich am Prämienwert und liegt damit bei hochwertigen Produkten in der Regel höher als bei Massenartikeln. Darüber hinaus bietet Tellja auch eine White Label-Lösung an und gestaltet neben dem Widget alle Komponenten passend zum Corporate Design des Kunden. Hierfür fällt eine zusätzliche einmalige Installationsgebühr an.

Größtes Ziel für Tellja ist es, aus einfachen Empfehlern Mehrfachempfehler zu machen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Durch den performanceorientierten Ansatz hat das Start-up ein hohes Eigeninteresse, Markenbotschafter zu gewinnen. Eine zweite Empfehlung verdoppelt den Umsatz. Insofern liegt es nahe, dass Tellja hoch performante Systeme entwickelt, die dafür sorgen, dass Empfehler mehrfach aktiv werden. Sei es mit modernstem Data-Mining (automatischer Mustererkennung in größeren Datenbeständen) oder einfach durch geschickte Kommunikation. Das ist gut für Tellja und gut für den Kunden, schließlich steigt dadurch auch der Umsatz im Online-Shop.

 


Von der Webanalyse zur Online-Business-Optimierung

Montag, 09. August 2010

Ein weiterer Artikel aus der InternetWorld-Business hat uns so gut gefallen, dass wir ihn ebenfalls hier empfehlen wollen. Dieses Mal ein Interview mit Michael Kinsbergen, dem Geschäftsführer von Nedstat, zur Zukunft der Webanalyse: Reine Webanalyseanbieter sterben aus.

Online-Business ist längst keine isolierte Nische mehr, die mit einem kleinen Analyse-Tool für sich genommen hier und da ein bisschen optimiert wird. In vielen Unternehmen gewinnen e-Commcerce und Online-Handel an Bedeutung. Damit werden auch Web Analyse Daten immer wichtiger, um im Business die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Mit Business Intelligence Systemen bessere Entscheidungen treffen

Die Experten sprechen von „Business Intelligence Systemen“ und meinen damit Tools, die aus dem gesamten Unternehmen die relevanten Geschäftsdaten einsammeln und auswerten, damit das Management auf dieser Basis bessere Entscheidungen treffen kann. Hier dienen die Analyseprogramme also längst als Grundlage für die wirklich wichtigen Entscheidungen im Unternehmen.

Diesen steigenden Ansprüchen müssen nun auch die Webanalyse Werkzeuge genügen, wie Kinsbergen beschreibt:

Sogenannte „Expert User“ wollen ein anspruchsvolles Interface, das ihnen die Möglichkeit gibt, alles mit allem zu kombinieren. Gleichzeitig verbreitet sich die Nutzung aber auch innerhalb der Organisation. User in unterschiedlichen Positionen wollen einen einfachen und direkten Zugriff auf vorgefertigte und auf ihren Bedarf zugeschnittene Informationen.

Die Herausforderung liegt – wie immer – in der Komplexität der Systeme und der verschiedenen Kanäle, die allein im Internet ausgewertet werden wollen (Multichannel lässt grüßen, siehe dbu-Definition in unserer fünfteiligen Blogserie). Gleichzeitig nimmt auch die Komplexität der Analyse-Tools zu. Kein Wunder, dass Berater und Agenturen eine „zunehmend wichtige Rolle spielen“, wie Kinsbergen sagt: „(…) sowohl bei der Implementierung als auch der Beratung hinsichtlich des effektivsten Einsatzes von Analytics innerhalb einer Organisation.“

Die Firma Nedstat und Kinsberger haben erkannt, wo die Reise hingeht. Sie liegen vom Verständnis her damit vollkommen auf der dbu-Linie:

„Wir sprechen heute bereits mehr über Online-Business-Optimierung als über Web Analytics, da es zahlreiche Überschneidungen zwischen unserer und anderen Onlinedisziplinen gibt. In dieser Hinsicht erwarte ich, dass es reine Web-Analytics-Anbieter in ein paar Jahren wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Es macht nämlich keinen Sinn, nur den Onlinekanal einzeln zu betrachten.“

Auch in unserer eigenen Beratungspraxis stellen wir immer wieder fest: es ist höchste Zeit, die e-Commerce Abteilung aus ihrem „isolierten Zimmer am Ende des Flurs“ herauszuholen!

 


iPad bringt neue Impulse für den Online-Handel

Donnerstag, 24. Juni 2010

Vor einigen Tagen das das exciting commerce blog die Frage gestellt, was das iPad an Impulsen für den (Online-) Handel bringt. Zugleich hat der Autor Jochen Krisch dazu aufgerufen, sich mit eigenen Kommentaren zu beteiligen (natürlich gab es auch eine kleine Belohnung dafür …). Es geht ihm in der Debatte vor allem darum, „welche neuen Anwendungsfelder und Einsatzmöglichkeiten sich erschließen lassen und welche neuen Geschäftsmodelle für den E-Commerce erst durch das iPad möglich werden“:

  • Was verändert das iPad im E-Commerce?
  • Welche neuen Anwendungsfälle sind vorstellbar -- online und offline?
  • Wie wird das iPad das visuelle Shoppingerlebnis verändern?
  • Welchen Produktkategorien wird das iPad zum Durchbruch verhelfen?
  • Welche Chance haben browserbasierte Anwendungen gegen iPad Apps?
  • Wie schnell wird sich das iPad durchsetzen?

Bis dato sind 16 mehr oder weniger lange Kommentare eingetrudelt, die mit wirklich interessanten Antworten aufwarten. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen und natürlich auch kommentieren.

Spielerischer Umgang mit Produkten

Ein tolles, wenn auch leider „gefaktes“ Video zeigt den spielerischen Umgang mit Produkten. Wenn diese Form des Online-Shoppings in den kommenden Monaten möglich würde, würden sich die Händler vor begeisternden Kommentaren und steigenden Umsätzen kaum retten können:

In eine ähnliche Richtung geht auch der Kommentar: „Mit der Zoomfunktion eines iPads wird speziell bei hochauflösenden Bildern das Shoppingerlebnis im Internet ganz neu definiert. Die User werden mehr Spaß daran haben.“

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