Mit ‘Online-Shops’ getaggte Artikel

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Shop und Website steh’n verlassen,
still erleuchtet jeder Browser;
fröhlich durch die virtuellen Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Windows haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein klick’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich zoome aus den Bildern
bis hinaus ins Multichannel.
Hehres Shoppen, heil’ges Wildern,
wie so world wide ist das Web!

Sterne hoch die Preise klingen;
aus des Webshops Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen. -
O, du gnadenreiche Zeit!

Vermutlich hätte sich Joseph von Eichendorff im Grabe umgedreht. Der deutsche Lyriker (1788 – 1857) wusste noch nichts von e‑Commerce, Webshops und Internet. Und doch passt sein Gedicht so wunderbar zur Weihnachtszeit, dass wir es in abgewandelter Form dazu nutzen möchten, Ihnen – liebe Leserinnen und Leser – ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!

Um Ihnen die Zeit der Weihnachtspause (auch wir werden das Blog bis Mitte Januar 2011 ruhen lassen) für Sie nicht zu lang werden zu lassen, präsentieren wir Ihnen hier noch einmal die beliebtesten Artikel und Blogserien aus dem vergangenen Jahr.

Blogserie „Tante Emma im Einzelhandel“

Blogserie „Definition Multichannel“

Blogserie „Online-Shop des Monats“

Datenschutznovelle – ein Drama in 3 Akten

Interviews mit Shop-Betreibern & e-Commerce Fachleuten

Weitere beliebte Artikel aus dem dbu e-Commerce Blog

Was waren Ihre Lieblingsbeiträge aus 2010? Welche Wünsche haben Sie an uns in 2011, was die Auswahl der Themen und der Interviewpartner angeht? Wir freuen uns, wenn Sie uns zum Jahreswechsel einen kurzen Kommentar hinterlassen!

 


Gastbeitrag: Tellja – einfach weitersagen …

Montag, 11. Oktober 2010

Ende September ist der neue Leitfaden WOM Marketing von Anne M. Schüller und Torsten Schwarz erschienen, in dem über 40 Autoren fachlichen Input zum Thema Empfehlungsmarketing geben. Einer von ihnen ist Thomas Kilian, Geschäftsführer der Werbeagentur Thoxan, die auch unser dbu-Blog eingerichtet hat. Da sein Beitrag über den Online-Dienst Tellja thematisch sehr gut in unser Konzept passt, haben wir ihn gebeten, einen Gastartikel für uns zu schreiben.

Anreize fürs (digitale) Empfehlungsgeschäft

Die Idee, eine Empfehlung zu belohnen, ist nicht neu. Vor allem im Zeitschriftenhandel werden für den Abschluss von Abonnements immer wieder Prämien gezahlt, entweder in Form eines Gutscheins oder durch die Auswahl eines Sachpreises. Dabei spielt es (fast) keine Rolle, ob ich das Abonnement selbst abschließe und mich mit einer Uhr, einem Regenschirm oder einem Einkaufsgutschein belohne oder einen anderen Leser werbe. Selbst beim Friseur meines Vertrauens kann ich geworbene Kunden in ein Gutscheinheft eintragenlassen und bekomme dafür den nächsten Haarschnitt gratis.

Die Welt des sogenannten „Couponings“ erfreut sich anscheinend immer noch großer Beliebtheit. Seit den 1950er Jahren wird dieses Marketinginstrument in Form von Rabattmarken vor allem in den USA sehr stark eingesetzt. Durch die wachsende Verbreitung des Internets entwickelte sich in den vergangenen Jahren neben dem papierbasierten Coupon der digitale Gutschein zum Download oder per E-Mail-Versand. Seit 2001 ist Couponing durch den Wegfall des Rabattgesetzes auch in Deutschland offiziell erlaubt. Zwar hat diese Vermarktung noch längst nicht den Stellenwert wie in den USA erlangt, aber es wird für die Zukunft auch hierzulande mit einem starken Anstieg der Anzahl eingelöster Coupons gerechnet.

Auch die Onlinewelt hat sich das bezahlte Empfehlungsmarketing natürlich längst zu Nutze gemacht. In Form von Affiliate Marketing vergüten zahlreiche Portale, Versandhändler und Verlage eine erfolgreiche Vermittlung durch Provisionen. Der Produktanbieter stellt hierbei seine Werbemittel (in der Regel Onlinebanner verschiedener Größen) zur Verfügung, die der Affiliate Partner auf seiner Website veröffentlichen kann. Über einen Provisionscode in der Linkadresse erkennt der Shop-Betreiber, wenn Verkäufe über diesen Vermittler erzielt wurden. Einige Systeme bezahlen pro Klick auf ein Werbebanner, die meisten jedoch erst bei Anmeldung des Neukunden im Online-Shop („Lead“)oder als Erfolgsprämie für den Verkauf („Sale“). Onlinegutscheine, Keyword-Advertising oder E-Mail-Marketing funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Affiliate Programme nutzen dabei den Wunsch zahlreicher Webmaster, sich über Provisionen ein (zum Teil recht lukratives) Einkommen zu verdienen.

Sicherlich lässt sich über die Frage, wieso Menschen zur Weiterempfehlung überhaupt eine Prämie oder einen Anreiz brauchen, ins Grübeln kommen. Allerdings muss man Menschen heutzutage in vielen Bereichen proaktiv begegnen. Das geht nur zum Teil über positive Kauferfahrungen, da wir heute einfach zu vielen anderen Einflüssen ausgesetzt sind. Wer eine tolle Prämie auslobt, hält den begeisterten Kunden auf der Website oder im Online-Shop und löst einen Impuls aus, sich auch wirklich die Zeit zu nehmen, eine Empfehlung auszusprechen.

Tellja unterstützt mit attraktiven Prämien die digitale Empfehlung

Genau diesen Faktor macht sich auch die Online-Empfehlungsplattform „Tellja – einfach weitersagen …“ zu Nutze. Viele Kunden wissen exakt, wer in ihrem Freundeskreis etwas sucht und was er oder sie genau braucht. Darüber hinaus tauschen sich Freunde über solche Themen aus. Wenn Sie sich selbst einmal fragen, wer von Ihren Freunden zurzeit ein Ferienhaus buchen will, ein neues Fahrrad anschaffen möchte oder nach Geschenken für die Kinder sucht – Sie könnten sicher einige Empfehlungen aussprechen, wenn Sie gerade über das Passende gestolpert sind.

Mit Tellja wird der Vermittler nicht nur für die tolle Empfehlung gelobt, sondern auch für die Möglichkeit, ein Schnäppchen zu machen: Betreiber von Online-Shops können über ein spezielles Widget (ein Online-Tool, das sich ohne größeren Programmieraufwand im Shop integrieren lässt) für aktive Empfehlungen sorgen. Dafür definieren sie eine Reihe von Prämien, die jemand für eine erfolgreiche Vermittlung bekommt. Wenn der Empfohlene einen Kauf tätigt, bekommt der Vermittler diese Prämie zugeschickt. Ähnlich wie beim Prämienservice des ADAC, bietet auch das Tellja-Widget die Möglichkeit, die Prämie dem neu geworbenen Kunden zukommen zu lassen, anstatt sie selbst einzustreichen.

Nach eigenen Angaben lassen sich durch hochwertige und sinnvolle Prämien Konversionsraten (Verhältnis von Empfehlungen zu Neukunden) von bis zu dreißig Prozent generieren. Solche Verhältnisse sind mit herkömmlichen Methoden nur schwerlich zu erreichen, vergleichen wir diese Form der Akquisition einmal mit Bannerwerbung oder Onlineanzeigen. Darüber hinaus generiert Empfehlungsmarketing in der Regel treuere Bestandskunden (wer jemanden aktiv empfiehlt, wechselt den Anbieter oder die Marke nicht so schnell) und zugleich auch treuere Neukunden.

Es gibt kaum Bereiche, in denen diese Art von Empfehlungsmarketing nicht funktioniert: Von A wie Apotheke bis Z wie Zoomärkte. Vom Einsatz abraten würde Tellja nur, wenn Kunden kein gutes Produkt oder ein Qualitätsproblem haben. Damit sich die Nutzung von Tellja wirklich lohnt, sollte ein Online-Shop schon wirklich relevanten Traffic auf der Seite haben. Allerdings lässt sich keine unmittelbare Basisgröße angeben, da viel von der Zielgruppe und dem Angebot abhängt. Nischenanbieter mit sehr hochwertigen und innovativen Gütern können über attraktive Prämien ebenfalls zu qualifizierten Neukunden kommen, auch wenn diese zahlenmäßig hinter den Top-Shops zurückliegen.

Das Preismodell bei Tellja ist mehrschichtig. Die Basis bildet ein performanceorientierter Ansatz: Tellja erhält neben einer monatlichen Grundgebühr eine Provision bei einer erfolgreichen Empfehlung, das heißt, wenn ein Online-Shop über das Prämienwidget einen neuen Kunden gewinnt, der eine erste Bestellung auslöst. Die Provision orientiert sich am Prämienwert und liegt damit bei hochwertigen Produkten in der Regel höher als bei Massenartikeln. Darüber hinaus bietet Tellja auch eine White Label-Lösung an und gestaltet neben dem Widget alle Komponenten passend zum Corporate Design des Kunden. Hierfür fällt eine zusätzliche einmalige Installationsgebühr an.

Größtes Ziel für Tellja ist es, aus einfachen Empfehlern Mehrfachempfehler zu machen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Durch den performanceorientierten Ansatz hat das Start-up ein hohes Eigeninteresse, Markenbotschafter zu gewinnen. Eine zweite Empfehlung verdoppelt den Umsatz. Insofern liegt es nahe, dass Tellja hoch performante Systeme entwickelt, die dafür sorgen, dass Empfehler mehrfach aktiv werden. Sei es mit modernstem Data-Mining (automatischer Mustererkennung in größeren Datenbeständen) oder einfach durch geschickte Kommunikation. Das ist gut für Tellja und gut für den Kunden, schließlich steigt dadurch auch der Umsatz im Online-Shop.

 


Wie sieht die optimale Kundenbewertung aus?

Dienstag, 31. August 2010

Wir alle lassen uns gerne loben, sei es für unseren tollen Service, für die Qualität unserer Produkte oder weil uns andere einfach gern haben. Hierzulande scheint es den Menschen aber mitunter recht schwer zu fallen, ihre positive Meinung kund zu tun. Mit Kritik und negativem Feedback sind viele allerdings recht schnell bei der Hand. Insofern bietet es sich an, unterschiedliche Methoden für Kundenbewertungen in Online-Shops bereitzustellen, vor allem wenn es darum geht, positive Rückmeldungen und Empfehlungen zu erhalten.

Das Thema scheint ohnehin recht gefragt. Kein Wunder, wenn sich damit auch in Sachen Umsatz spürbare Verbesserungen erzielen lassen. So zeigt eine Studie des ECC-Handels, dass die Kaufwahrscheinlichkeit um durchschnittlich 39 Prozent steigt, wenn in einen Online-Shop positive Kundenbewertungen integriert werden.

Die Kaufwahrscheinlichkeit in Shops mit positiven Kundenbewertungen ist 38,7 Prozent größer als in Shops ohne Kundenbewertungen. Beträgt die Kaufwahrscheinlichkeit ohne Kundenbewertungen beispielsweise zehn Prozent (jeder zehnte Besucher des Shops wird also zum Käufer), so beträgt sie mit positiven Kundenbewertungen circa 13,9 Prozent. Kundenbewertungen stellen den Studienergebnissen zufolge eine wesentliche Maßnahme dar, um Vertrauen im E-Commerce zu schaffen.

Vor Kurzem hat Trusted Shops eine Abschlussarbeit zum Thema Kundenbewertungen ausgeschrieben. Und für die Einbindung der Votings in Online-Shops haben sie sich (wie andere Anbieter) natürlich auch ein entsprechendes Tool einfallen lassen.

Die Möglichkeiten der Kundenbewertung sind vielfältig und wurden an unterschiedlicher Stelle bereits detailliert untersucht. Sei es die reine „5-Sterne-Methode“, wo User auf einer Skala ihre Zufriedenheit ausdrücken können, die automatisierte Form der Empfehlung („Kunde XY hat folgende Produkte auch gekauft“) oder eine ausführliche Rezension wie bei Ciao.de oder Amazon. Weiterempfehlungen reichen aber noch deutlich weiter und werden durch Anbieter wie Tellja mehr und mehr professionalisiert (zu diesem Onlinedienst gibt es in Kürze einen eigenen Bericht im dbu-Blog).

Die optimale Form der Kundenbewertung

Doch wie sieht denn nun die optimale Form der Kundenbewertung aus? Sicherlich unterscheidet sich diese sehr stark von den angebotenen Produkten und der Zielgruppe. Nicht für jeden Online-Shop lohnt sich die Integration des „Gefällt mir!“-Buttons für Facebook. Zu manchen Produkten lassen sich auch nicht so leicht Rezensionen verfassen – was bei Büchern, Technik oder Haushaltsgeräten mühelos gelingt, scheint bei Tierfutter und Schals einfach nicht genügend User anzuziehen, die ihre Meinung wirklich zu Papier bringen.

Optimal ist eine Kundenbewertung deshalb immer dann, wenn Sie sich ganz natürlich in den Verkaufsprozess integrieren lässt. Abhängig vom Produkt, genau zur richtigen Zeit (am besten, wenn König Kunde so richtig zufrieden ist) und technisch so einfach, dass jeder in der Lage ist, eine Bewertung abzugeben. Wer dann auch noch einen Anreiz bietet (Gutschein für den nächsten Einkauf, Gewinnmöglichkeit) bekommt sicher ein Vielfaches an Rückmeldungen als er es gewohnt ist. Doch sehen Sie nicht nur die positiven Bewertungen – jede Rückmeldung eines Kunden ist eine Chance. Doch zu diesem Thema wollen wir uns auch lieber ein anderes Mal äußern …

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Erfolgreiche Statistiken verzweifelt gesucht

Donnerstag, 26. August 2010

Vor einigen Wochen hatten wir Ihnen schon von der Krux mit den Zahlen berichtet. „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, heißt es ja so schön. Interessant sind aber auch die Faktoren, nach denen sich die „erfolgreichsten Branchen (oder auch “Unternehmen”, “Online-Shops” etc.) im e-Commerce“ einteilen lassen. Wir hatten Ihnen versprochen, in loser Abfolge verschiedene Rankings zu präsentieren – heute geht es mit diesem Thema weiter …

TOP 500 GUIDE

Schauen wir zunächst einmal über den großen Teich. Der Internet Retailer listet die Top 500 B2C-Verkäufer in den USA und Kanada auf. Die Auswertung basiert auf Recherchen aus verschiedenen Quellen, insbesondere von den Händlern selbst. Einbezogen werden nicht nur die Online-Umsätze, sondern auch der Einzelhandel oder Katalogbestellungen. Keine Überraschung ist, dass Amazon das Ranking klar anführt. Staples, Dell, Apple und Walmart tauchen auf den nachfolgenden Plätzen auf. Interessant ist, dass mit Staples, Office Depot und OfficeMax drei Anbieter von Bürozubehör unter den TOP10 gelistet sind.

ECC Shop-Monitor

Eine regelmäßige Image-Befragung zu den größten Online-Shops in Deutschland liefert der ECC Shop-Monitor. Erstmals im Oktober 2009 durchgeführt, lassen sich an den monatlich erhobenen Zahlen (Online-Befragung von 1000 Personen) die Entwicklungen in diesem Bereich sehr schön ablesen. Es geht bei diesem Ranking ausschließlich um das Image, wie ECC wie folgt begründet:

„Das Kaufverhalten einer Person wird durch dessen Einstellunggegenüber einem Produkt, einer Leistung oder einem Unternehmenbeeinflusst. Ob ein Online-Shop aufgesucht wird und ob ein Besucherauch zum Käufer wird, hängt maßgeblich vom Gesamteindruck ab,den eine Person von diesem Online-Shop hat. Somit ist das Imageeines Online-Shops ein zentraler Erfolgsfaktor für dieKundenakquisition.“

Amazon steht auch hier deutlich an der Spitze des Feldes, gefolgt von Tchibo, Conrad Electronic und dem Weltbild-Verlag. Interessant ist hierbei, dass sich über den Zeitraum von einem dreiviertel Jahr zwar Schwankungen ergeben, sich aber das Verhältnis der Unternehmen zueinander kaum verändert.

Besucherzahlen und Verweildauer als Rankingfaktor

Eine anders gewichtete Statistik im Bereich der Mode-Websites präsentiert die Textilwirtschaft Online auf Ihrer Website. Bei einer Erhebung der Nielsen Marktforschung geht es vor allem um Besucherzahlen und Aufenthaltsdauer der User auf der Website. Hier war der Internetauftritt von C&A im April 2010 die beliebteste Mode-Website Deutschlands (1,78 Millionen Einzelbesucher). Bei der durchschnittlichen Verweildauer führte erneut H&M mit 18:44 Minuten pro Besuch der Website.

Rankingfaktor Suchanfragen bei Google

Eine ähnlich gute Figur macht H&M auch in Sachen Suchmaschine. „H & M“ war in den vergangenen zwölf Monaten die meistgesuchte Modemarke bei Google, wie sich ebenfalls bei der Textilwirtschaft Online lesen lässt. Die Zahlen basieren auf einer Sonderauswertung von Google Insights for Search und sollten deshalb als realistisch anzusehen sein. Im Bericht heißt es:

„Demnach belegen Suchanfragen mit dem Bestandteil H&M die ersten vier Plätze in der Kategorie Modelabels und Designer. Es folgen Esprit, C&A und Zara. Den achten Rang belegen zehn Sucheingaben. Dies sind neben Adidas, Mango, New Yorker und S.Oliver, drei Kombinationen mit Esprit.“

Weitere Statistiken verzweifelt gesucht!

Kennen Sie weitere gute Statistiken und Rankings im Bereich e-Commerce? Welche Rankingfaktoren sind für Sie relevant und warum? Wir interessieren uns für Ihre Meinung und freuen uns über Ihren Kommentar zum Beitrag oder Ihr Feedback per E-Mail.

 


Shop-Texte für Menschen und Maschinen

Donnerstag, 12. August 2010

Welche Bedeutung die richtigen Texte im e-Commerce haben, weiß jeder, der einen Online-Shop betreut. Bei manchen Angeboten genügt es schon, die richtigen Schlüsselbegriffe („Keywords“) in Titel und Produktbeschreibung unterzubringen, um Googles Herz zum Pochen zu bringen. Vor allem bei Anbietern mit sehr vielen Produkten bleibt aber ein gewisser Grad an Automatisierung nicht aus. Unter Umständen schlecht fürs Geschäft und schlecht für Google, denn …

  1. Es gibt einen Trend dahin, dass Hersteller schon alle Produktdaten mit Text, Bild, Preis, technischen Artikeldaten wie EAN-Nr. und sogar Artikelvideo zur Verfügung stellen. Das ist vom Prozess her sehr professionell und erspart dem Händler eine Menge Aufwand. Schließlich haben Hersteller auch ein Interesse daran, verschiedene Plattformen wie Amazon & Co. zu bedienen. Doch gleiche Inhalte bedeuten häufig auch „Duplicate Content“, der von Google nicht gern gesehen wird. Im schlimmsten Fall könnten allzu identische Seiten aus dem Index fliegen, auch wenn Google das Dilemma mit Produkttexten natürlich kennt und sicher längst in seinen Algorithmus eingebaut hat.
  2. Gleichzeitig wollen Händler bei den verschiedenen Preissuchmaschinen gefunden werden. Denn wenn alle das identische Produkt anbieten, zählt am Ende häufig nur der Preis. Hier ergibt sich zwangsläufig die Frage: Lohnt es sich da überhaupt noch, in gute Texte „für Menschen“ zu investieren? Wer achtet in diesem Bereich schon darauf, ob die Produktbeschreibung lesefreundlich ist?

Es gibt im Internet zahlreiche Anbieter, die mit automatisierten Texten für die Suchmaschinen-Optimierung werben. Eine solche Software bietet unter anderem die Firma aexea GmbH aus Stuttgart an. Sie listen folgende Vorteile für den Einsatz von „automatisierten SEO-Texten“ auf:

  • Sie sind auf Knopfdruck besser auffindbar.
  • Individuelle Shop-Texte und kein Duplicate Content auf Ihrer Homepage.
  • Durch einmaligen Aufwand erstellen Sie eine beliebige Anzahl an Texten.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Software erstellt auf Basis von Schlüsselwörtern automatisch Produkttexte, die angeblich so aussehen wie von Hand geschrieben. Einen ähnlichen Ansatz stellen auch Plugins für die beliebte Blog-Software WordPress zur Verfügung. Mit der Erweiterung „WP-Robot“ lassen sich Produktdaten von Herstellern auslesen und werden automatisiert gebloggt.

Wir fragen uns: Kann das auf Dauer gut gehen? Wenn Maschinen für Maschinen texten, mag das Prinzip ja noch funktionieren, aber wollen wir wirklich, dass Maschinen für Menschen texten? Schafft es ein Programm, Texte so individuell und ansprechend zu formulieren, dass wir uns für ein Produkt verzaubern lassen?

Was dabei herauskommt, wenn Maschinen für die Texte im Shop verantwortlich sind, sehen wir immer wieder bei verschiedenen Anbietern. Mag sein, dass es bei einem „Futternapf mit Leckermaul-Aufdruck“ nicht darauf ankommt, ob sich Dopplungen oder andere Fehler wie in diesem Beispiel einschleichen:

Bei hochpreisigen Produkten und vor allem im Markensegment machen solche Fehler allerdings keinen guten Eindruck. Selbst bei einem höheren Grad an Automatisierung, der durch die technischen Entwicklungen auch ganz selbstverständlich ist, sollten Menschen den letzten Schliff geben. Sei es fürs Lektorat, oder um den standardisierten Produktbeschreibungen noch etwas Leben einzuhauchen. Das gelingt dann selbst mit einem Leckermaul-Futternapf …

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Von der Webanalyse zur Online-Business-Optimierung

Montag, 09. August 2010

Ein weiterer Artikel aus der InternetWorld-Business hat uns so gut gefallen, dass wir ihn ebenfalls hier empfehlen wollen. Dieses Mal ein Interview mit Michael Kinsbergen, dem Geschäftsführer von Nedstat, zur Zukunft der Webanalyse: Reine Webanalyseanbieter sterben aus.

Online-Business ist längst keine isolierte Nische mehr, die mit einem kleinen Analyse-Tool für sich genommen hier und da ein bisschen optimiert wird. In vielen Unternehmen gewinnen e-Commcerce und Online-Handel an Bedeutung. Damit werden auch Web Analyse Daten immer wichtiger, um im Business die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Mit Business Intelligence Systemen bessere Entscheidungen treffen

Die Experten sprechen von „Business Intelligence Systemen“ und meinen damit Tools, die aus dem gesamten Unternehmen die relevanten Geschäftsdaten einsammeln und auswerten, damit das Management auf dieser Basis bessere Entscheidungen treffen kann. Hier dienen die Analyseprogramme also längst als Grundlage für die wirklich wichtigen Entscheidungen im Unternehmen.

Diesen steigenden Ansprüchen müssen nun auch die Webanalyse Werkzeuge genügen, wie Kinsbergen beschreibt:

Sogenannte „Expert User“ wollen ein anspruchsvolles Interface, das ihnen die Möglichkeit gibt, alles mit allem zu kombinieren. Gleichzeitig verbreitet sich die Nutzung aber auch innerhalb der Organisation. User in unterschiedlichen Positionen wollen einen einfachen und direkten Zugriff auf vorgefertigte und auf ihren Bedarf zugeschnittene Informationen.

Die Herausforderung liegt – wie immer – in der Komplexität der Systeme und der verschiedenen Kanäle, die allein im Internet ausgewertet werden wollen (Multichannel lässt grüßen, siehe dbu-Definition in unserer fünfteiligen Blogserie). Gleichzeitig nimmt auch die Komplexität der Analyse-Tools zu. Kein Wunder, dass Berater und Agenturen eine „zunehmend wichtige Rolle spielen“, wie Kinsbergen sagt: „(…) sowohl bei der Implementierung als auch der Beratung hinsichtlich des effektivsten Einsatzes von Analytics innerhalb einer Organisation.“

Die Firma Nedstat und Kinsberger haben erkannt, wo die Reise hingeht. Sie liegen vom Verständnis her damit vollkommen auf der dbu-Linie:

„Wir sprechen heute bereits mehr über Online-Business-Optimierung als über Web Analytics, da es zahlreiche Überschneidungen zwischen unserer und anderen Onlinedisziplinen gibt. In dieser Hinsicht erwarte ich, dass es reine Web-Analytics-Anbieter in ein paar Jahren wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Es macht nämlich keinen Sinn, nur den Onlinekanal einzeln zu betrachten.“

Auch in unserer eigenen Beratungspraxis stellen wir immer wieder fest: es ist höchste Zeit, die e-Commerce Abteilung aus ihrem „isolierten Zimmer am Ende des Flurs“ herauszuholen!

 


Heute ist alles anders!

Freitag, 06. August 2010

Jetzt haben wir gerade die Multichannel-Blogserie abgeschlossen, da flattert via RSS-Reader der nächste interessante Beitrag ins Haus, der thematisch in eine ähnliche Richtung geht. Shoplupe-Gründer Johannes Altmann hat ihn geschrieben und auf Internetworld vor wenigen Wochen veröffentlicht. Titel: Das Internet durchbricht die Handelskreisläufe:

„Die Welt ist kompliziert geworden und die bisherigen Partner wurden sich immer ähnlicher. Verkäufer produzieren, Hersteller verkaufen. In erster Linie müssen die Hersteller aber zusehen, wie sich innerhalb weniger Jahre die komplette Händlerstruktur verändert hat und das gesamte Geschäftsmodell in Gefahr ist.“

Die Veränderungen im Versandhandel sind nicht aufzuhalten. Immer neue Techniken und neue Formen der Vermarktung erlauben es jedem, sich mit wenigen Klicks einen Webshop einzurichten und drauflos zu handeln. Dass dies für die Hersteller nicht immer nur positiv ist, steht außer Frage. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Aus diesem Grunde empfiehlt Altmann in seinem Beitrag eine Reihe von Qualitätsfaktoren, die Online-Händler beachten sollten:

  1. Professionelle Präsentation, vor allem im Markenumfeld (Logo, seriöses Erscheinungsbild)
  2. Zertifikate, um Qualitätskriterien sichtbar zu machen (Trusted Shops, TÜV)
  3. Nur wenige gezielte Preisaktionen, kein Image als Discounter
  4. Vertrieb im Shop in Kombination mit Ladengeschäft
  5. Eigenes Lager anbieten und damit unabhängig sein
  6. Kundenbewertungen sammeln, um Kundenzufriedenheit zu zeigen
  7. Klare Positionierung, um Markenhersteller anzusprechen
  8. Markenumfelder wie Shop-in-Shop-Konzepte lassen Herzen höher schlagen

Es lohnt sich, den Artikel nicht nur zu überfliegen, sondern konkret die Frage zu stellen, ob der eigene Online-Shop diese Kriterien genügen kann. Nur allzu häufig sehen wir genau die Vermischung zwischen Billigangeboten und hochpreisigen Waren, eine Art „Grabbeltisch“ neben dem virtuellen Weinregal. Und so manches Shop-Layout wirkt im Vergleich zum Hochglanz-Katalog auch noch nicht wie das Gelbe vom Ei.

Doch diese Faktoren gelten nicht nur für Online-Shops, die Produkte verschiedener Hersteller führen. Auch für Hersteller selbst, die ihre Waren online feil bieten, lassen sich dadurch neue Erkenntnisse gewinnen. Zur „Andersartigkeit“ des heutigen Online-Handels gehört schließlich längst, dass Hersteller auch selbst im e-Commerce aktiv werden. Und so schließen wir diese Lese-Empfehlung gerne mit einem weiteren Zitat aus dem Altmann-Artikel:

„Aber auch die Hersteller wollen und werden schnell lernen und sich auch im Internet weiter entwickeln. Gute Konzepte überzeugen schnell. Nur wer den Preis versaut, ist schnell draußen. Lassen Sie sich nicht überraschen und bereiten Sie sich darauf vor, dass irgendwann ein E-Commerce-Konzept des Herstellers Ihre Strategie kreuzen könnte.“

 


Was Online-Shops von hochwertigen Websites lernen können

Dienstag, 20. Juli 2010

Ende Juni wurden bereits zum neunten Mal die Grimme Online Awards verliehen. Wie in jedem Jahr hat das Adolf-Grimme-Institut qualitativ hochwertige Websites ausgezeichnet, darunter vor allem Nischen-Anbieter. Für uns stellt sich natürlich die Frage, ob Online-Shops von diesen gut gemachten Projekten lernen können. Unter diesem Gesichtspunkt stellen wir Ihnen heute einige der Preisträger vor.

Der Kino-im-Kopf-Moment

Florian Meimberg ist Creative Director und Regisseur und liefert mit seinen „Tiny Tales“ äußerst kurze Kurzgeschichten, nämlich in maximal 140 Zeichen. Er schafft es in seinem Twitter-Account in wenigen Sekunden ein Bild vor Augen zu malen. Dieser Kino-im-Kopf-Moment ist wirklich außergewöhnlich, wie folgendes Beispiel zeigt:

„Vorsichtig aktivierte sie den Zeitzünder und stellte die goldene Trophäe zurück in den Safe. In der Ferne dröhnten die Vuvuzelas.“

Was können e-Shops tun, um in dieser Form „auf den Punkt“ zu kommunzieren? Wo gelingt es, in Sekundenbruchteilen den Käufer zu umgarnen und das Produkt in den Mittelpunkt zu stellen? Bei Apple ist uns so ein Beispiel aufgefallen:

„Das ändert alles. Wieder einmal.“ – Mehr ist zur nächsten Generation des iPhones nicht zu sagen. Das bringt es auf den Punkt. Wir wünschen uns mehr solcher Kundenansprachen in Form von „Tiny Tales“ und „Kopfkino“ auch im e-Commerce.

Ein Jahr auf dem Bauernhof

Woher stammen das Brot, die Milch, das Fleisch und der Käse? Bauer Wilfried führt interessierte junge Nutzer über seinen Bauernhof. Dabei können sie zwischen den vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter wählen. Jeweils passend wird in Texten, Audios und Videos über die Arbeit eines Landwirtes, über den jeweiligen Reifestand von Gemüse, Obst und Getreide und über die Haltung der dort lebenden Tiere berichtet. Anschließend können die Kinder ihr Wissen bei einem Quiz oder Spiel testen. Dafür gibt es eine Belohnung und multimediale Glückwünsche des virtuellen Bauern. Das Projekt ist eine Co-Produktion des WDR und des SWR auf der Online-Plattform „Planet Schule“.

Uns hat besonders gut gefallen, mit wie viel Liebe zum Detail die einzelnen Themen behandelt werden. Hier stimmt von der Gestaltung über die Texte bis zu den Funktionen wirklich alles. Auch in kleinen Dingen nahezu perfekte Umsetzung – ein Anspruch, der natürlich auch für viele Online-Shops hilfreich ist.

Ein Dorf deutscher Geschichte

Beeindruckt hat uns ebenfalls die Website des Projekts Little Berlin, auf der die Geschichte des kleinen Dorfes Mödlareuth multimedial erzählt wird. Bis 1989 war es wie Berlin durch eine Mauer geteilt. Jahrzehntelang hat sie die nicht einmal 60 Mödlareuther voneinander getrennt. „20 Jahre nach dem Mauerfall haben sie uns ihre Geschichten erzählt. Jede ist außergewöhnlich – dennoch haben alle etwas gemeinsam.“, heißt es auf dieser ebenfalls außergewöhnlichen Website.

Ein völlig unbekanntes Dorf, ein neues Produkt, eine Nische in dieser Form so ansprechend, menschlich und hochwertig zu verpacken, das ist wirklich großes Kino. Dabei greifen die Autoren – allesamt Volontäre der Axel Springer Akademie – zu verschiedenen Formen crossmedialer Inszenierung. Es gelingt ihnen der Spagat zwischen geschichtlicher Recherche und hochmoderner Darstellung, wie etwa durch ein Making-of in Form eines Videoblogs „Wasserstandsmeldung aus Mödlareuth“. Wenn schon etwas so (scheinbar) Unbedeutendes so viel Spaß machen kann, wie „lecker“ müssten Online-Händler dann erst ihre Top-Produkte verkaufen können?

 


Ergebnisse der Tante-Emma-Umfrage (4)

Montag, 12. Juli 2010

„Wenn der Kunde mehr erwartet.“ Die Übertragbarkeit der Tante-Emma-Prinzipien auf den Online-Handel war das Thema unserer Umfrage, bei der sich über 200 Personen beteiligt haben.  Bevor wir einzelne Aspekte in weiteren Blogartikeln näher unter die Lupe nehmen, präsentieren wir Ihnen im vierten Teil dieser Serie die Antworten auf die Frage: „Welche Chancen sehen Sie bei der Realisierung?“

„Gute Chancen“

  • Großes Potenzial bei heutigen programmiertechnischen Möglichkeiten
  • Im Interneteinkauf liegt die Zukunft (gerade in ländlichen Gebieten)
  • Internet ist für viele zu groß und unübersichtlich
  • Fast alles ist in die virtuelle Welt übertragbar
  • Begrenztes Sortiment wird oft bevorzugt

„Schlechte Chancen“

  • Der persönlichen Kontakt ist durch nichts zu ersetzen
  • Zeitliche Verzögerung bei der Beratung
  • Handelsspanne oft sehr gering
  • Nur bei speziellen Nischenprodukten
  • Zu hohe Personalkosten bei der Beratung vor Ort
  • Kunden im Internet möchten anonym bleiben
  • Zu teuer, damit ist der Vorteil des Online-Handels nicht mehr gegeben

Aspekt „Wie kann das „Tante Emma“-Prinzip zeitgemäß übertragen werden?“

  • Telefonische „Tante Emma“
  • Kontinuität (Erscheinungsbild, Einfachheit, leichte Bedienbarkeit)
  • Mehr Einzelshops
  • Analyse von Fehlschlägen
  • „Tante Emma“ als Marke
  • Beratung durch Kundenkonto mit allen Daten schnell möglich (virtueller Shop-Assistent)

Aspekt „Kunde“

  • Beratung und Support sind das A & O
  • Realisierung von Wünschen
  • Schwierigkeiten bei der Bedienung (ältere Menschen und solche, die eher selten im Netz kaufen)
  • Anspruchsvolle Kunden
  • Kunden sind bereit für Qualität zu zahlen

Aspekt „Personal“

  • Kundenbindung durch gutes und fachkundiges Personal
  • Realisierung des direkten Ansprechpartners
  • Aus- und Weiterbildung notwendig
  • Berufschancen schwinden

Aspekt „Angebot“

  • Nischenprodukte
  • Größere Auswahl
  • Flexibles Angebot
  • Stärkung des Bewusstseins für regionale Ware
  • Perfekte Aufbereitung des Warensortiments steht im Vordergrund
  • Portofrei ab 10 Euro
  • Besserer Preisvergleich

Wie Sie sehen, gab es auch auf die Chancen-Frage wieder sehr interessante Antworten. In weiteren Artikeln werden wir einzelne Aspekte des Themas noch einmal genauer betrachten und gerne auch mit Ihnen diskutieren. Wir freuen uns auf den weiteren Dialog mit Ihnen!

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Ergebnisse der Tante-Emma-Umfrage (3)

Montag, 05. Juli 2010

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Selbst wenn über ein Drittel der Personen, die bei unserer Umfrage teilgenommen haben, die Prinzipien der Tante-Emma-Läden auch heute noch für gut bis sehr gut übertragbar halten, gibt es bei der Umsetzung große Herausforderungen. Was liegt näher, als die Teilnehmer direkt danach zu befragen?

Hier die Ergebnisse zur Frage: „Welche Hindernisse sehen Sie in der Realisierung?“

Aspekt „persönliche Ansprache“

  • Kontakt Mensch – Mensch ist nicht möglich
  • Persönliche Ansprache nicht möglich
  • Basiert auf persönlicher Begegnung
  • Keiner erzählt einem Computer, dass die Kinder Masern haben oder man Ärger mit dem Nachbarn hatte
  • Zeitliche Verzögerungen bei Rückfragen

Aspekt „Datenschutz“

  • Fehler bei Daten
  • Speicherung von Daten kann zu ambivalenten Gefühlen der Nutzer führen
  • Nicht  jeder Kunden möchte, dass sein Kaufverhalten analysiert und für weitere Prognosen verwendet wird
  • Sicherheit beim Bezahlvorgang

Aspekt „Technik“

  • Technischer Aufwand bei Vorführung von Produkten
  • IT Abdeckung
  • Ausgeklügeltes System mit raffinierter Technik
  • Unpersönliche, kalte Online-Plattform

Aspekt „Wirtschaftlichkeit“

  • Höhere Kosten, z.B. durch Versand und Investitionen
  • Weniger Umsatz für kleine Privatgeschäfte
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Unrentabel
  • Zeitaufwand

Aspekt „Kunde“

  • Entwicklung der Gesellschaft (schneller, billiger, kurzlebiger)
  • Persönliches Empfinden
  • Hemmnis vieler Leute vor dem Internet
  • Vertrauen zum Verkaufspersonal
  • Begrenzte Fähigkeiten im Umgang mit dem Internet
  • Kunde sucht den günstigen Preis
  • Beratung im Tante Emma-Laden einholen und beim Preisvergleichssieger kaufen
  • Qualität oft zweitrangig, Kunde sucht oft nur den günstigen Preis
  • Anonymität des Internets

Aspekt „Personal“

  • Personal für Realisierung erforderlich
  • Schlechtes Servicepersonal
  • Hoher Personalaufwand

Aspekt „Anbieter“

  • Indikatoren wie Geruch, Geschmack und reale Wirkung sind virtuell nicht realisierbar
  • Wille zur Umsetzung
  • Prioritätensetzung
  • Das ganz persönliche „sich in die Augen sehen“ geht verloren

„Sonstiges“

  • Störende Werbung
  • Kurzlebigkeit von Trends
  • Bürokratie
  • Unehrlichkeit, Misstrauen, Raffgier

Bei der Menge an aufgezählten Hindernissen bekommt man fast das Gefühl, die Mehrheit der Befragten würde keine Chancen zur Übertragung der Tante-Emma-Prinzipien auf den Online-Handel sehen. Gut, dass noch ein vierter Teil dieser Blogserie offen ist – gerne informieren wir Sie in einigen Tagen, welches Potenzial die Teilnehmer in der Philosophie á  la Tante Emma sehen. Vielleicht möchten Sie ja schon einige Vermutungen äußern?

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